In der ärztlichen (Schmerz-)Sprechstunde ist die effektivste Möglichkeit, Schmerzursachen zu identifizieren, auch die häufigste: mithilfe präziser und gezielter Fragebögen (Anamnesebögen) erfragt der Arzt, wo es weh tut und wie der Schmerz empfunden wird.
Die Hinweise zum Schmerzort und zur Schmerzempfindung erlauben meist eine erste Diagnose. Abhängig von der Lokalisation und der Art des Schmerzes kommen dann eventuell weitere spezielle diagnostische Methoden zum Einsatz.
Wenn die Ursache der Schmerzen bekannt beziehungsweise die Diagnose eindeutig ist, kann entsprechend behandelt werden. In diesem Fall sprechen Mediziner von einer "ursächlichen" (kausalen) Behandlung.
Bei Schmerzpatienten lässt sich die Ursache der Schmerzen jedoch häufig nicht so leicht finden. Bleibt die Quelle der Schmerzen unklar, kann ein Schmerztagebuch helfen. Hier trägt der Patient ein, wann und in welchen Situationen seine Schmerzen auftreten und wie stark sie ausgeprägt sind.
Für den Verlauf der Behandlung ist es wichtig, dass ein solches Schmerztagebuch regelmäßig ausgefüllt und vom behandelnden Arzt ausgewertet wird. Oft ergeben sich Hinweise auf die Schmerzursache; eine Linderung der Schmerzen (symptomatische Behandlung) ist aber auch aufgrund der detaillierten Angaben des Patienten möglich.
Autor: Dr. med Susanne Holthausen / Sabine Keller, erstellt am 22.03.04; zuletzt aktualisiert am 14.09.11