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Die Schmerzarten

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Die Schmerzmedizin bezeichnet verschiedene Schmerzarten mit Begriffen, die Hinweise auf ihren Entstehungsort geben.

So kann man Schmerzen an der Körperoberfläche oder im Inneren des Körpers empfinden. Mediziner sprechen hier von Oberflächen- beziehungsweise Tiefenschmerz.

 

Der Oberflächenschmerz entsteht in der Haut. Sticht beispielsweise eine Nadel in die Haut, empfindet man einen "hellen", "stechenden" Schmerz, der gut lokalisierbar ist und schnell abklingt - gefolgt von einem eher dumpfen, brennenden Schmerzgefühl, das langsamer abklingt. Oberflächenschmerzen lösen Flucht- und Abwehrreflexe aus.

 

Der Tiefenschmerz stammt aus dem Körperinneren, den Skelettmuskeln, Knochen, Gelenken und dem Bindegewebe. Er ist meist schlecht lokalisierbar, dumpf und neigt dazu, in die Umgebung auszustrahlen. Einer der häufigsten Tiefenschmerzen beim Menschen ist der Gelenkschmerz. Auch der Kopfschmerz gilt als Tiefenschmerz.

 

Schmerzen der Muskeln und Knochen werden auch als "somatische" Schmerzen bezeichnet, Schmerzen der Eingeweide als "viszerale" Schmerzen. Der Eingeweideschmerz tritt beispielsweise bei starker Dehnung der Gallenblase oder des Nierenbeckens auf. Wie der Tiefenschmerz ist der viszerale Schmerz eher dumpf.

 

Schmerzen durch krampfartige Bewegungen der Muskulatur innerer Organe, zum Beispiel einer Gallenkolik, oder verursacht durch die fehlende Durchblutung innerer Organe, sind besonders schwer erträglich. Übelkeit, Schweißausbrüche, Blutdruckschwankungen und ein allgemein starkes Krankheitsgefühl sind häufige Begleiterscheinungen des Eingeweideschmerzes.

 

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Autor: Dr. med Susanne Holthausen / Sabine Keller, erstellt am 22.03.04; zuletzt aktualisiert am 14.09.11

 
 
 

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