Als Fehlgeburt (Abort ) bezeichnet man den frühzeitigen Verlust einer Schwangerschaft vor der 22. bis 24. Schwangerschaftswoche (SSW) oder ein totgeborenes Kind, dessen Geburtsgewicht unter 500 Gramm liegt.
Die Addison-Krankheit ist eine Erkrankung der Nebennierenrinde, die zu einem Mangel an den von ihr produzierten Hormonen (Botenstoffe) führt. Sie wird auch als primäre Nebennierenrinden-Insuffizienz bezeichnet.
Kinder, die unter dem ADHS leiden, zeigen eine ausgeprägte Bewegungsunruhe mit starkem Aktivitätsdrang, Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen sowie impulsives und unüberlegtes Verhalten. Das Syndrom kann auch ohne Hyperaktivität vorkommen (ADS).
Fettleibigkeit entsteht, wenn sich übermäßig viel Fettgewebe im Körper ansammelt. Mediziner bezeichnen Fettleibigkeit als Adipositas und stufen sie als Krankheit ein. Sie erhöht das Risiko für unterschiedliche Folgeerkrankungen wie die Zuckerkrankheit Diabetes mellitus , Herz-Kreislauf-Probleme oder Gelenkbeschwerden.
Unter dem Adrenogenitalen Syndrom (AGS) versteht man Krankheiten, die mit einer vermehrten Produktion von Sexualhormonen in der Nebenniere einhergehen. Dabei werden angeborene (kongenitale) und erworbene, durch Tumoren ausgelöste Formen des AGS unterschieden.
Die Ahornsirupkrankheit ist eine Stoffwechselerkrankung, die auf die verminderte Aktivität eines Enzyms zurückgeht. Enzyme sind Moleküle, die chemische Umsetzungen im Körper erleichtern und beschleunigen.
Das menschliche Immunschwäche-Virus (Humane Immundefizienz-Virus, abgekürzt HIV) ist ein Virus, das eine Immunschwäche-Krankheit (acquired immunodeficiency syndrome, abgekürzt AIDS) hervorruft. Die Krankheit ist derzeit nicht heil-, wohl aber behandelbar.
Akne ist eine Erkrankung der Talgdrüsen der Haut. Je nach Schweregrad macht sich die Acne vulgaris (gewöhnliche Akne) durch eine fettige Haut mit Pickeln, Pusteln und Mitessern bemerkbar. Diese Hautunreinheiten treten überwiegend an Körperstellen auf, die besonders viele Talgdrüsen aufweisen. Hierzu zählen Gesicht, Nacken, Dekolleté, Oberarme und Rücken.
Neurinome sind gutartige Tumore, die am häufigsten in der hinteren Schädelgrube des Kopfes vorkommen. Sie stammen von den Zellen der sogenannten Schwann-Scheiden ab. Diese Scheiden umhüllen Nervenfasern. Neurinome bezeichnet man deshalb auch als Schwannome.
Eine Allergie ist eine überschießende Abwehrreaktion des Immunsystems auf körperfremde Umweltstoffe. Überschießend, weil das Immunsystem gegen Fremdstoffe im Körper vorgeht, die normalerweise keine Gefahr für die Gesundheit des Menschen darstellen.
Rund 1,3 Millionen Menschen in Deutschland leiden an einer Demenz, viele davon an der Alzheimer-Krankheit. Für die Patienten selbst, für Angehörige, Nachbarn und Pflegende bedeutet es oft eine große Herausforderung, sich auf das Leben mit der Krankheit im Alltag einzustellen.
Die Amöbenruhr ist eine Infektion mit dem Parasiten Entamoeba histolytica (Amöben), der eine schwere Durchfallerkrankung hervorrufen kann. Amöben sind einzellige Parasiten, die vor allem in den Tropen und Subtropen vorkommen. Hier erkranken jährlich rund 50 Millionen Menschen. Reisende schleppen die Amöbenruhr in ihre Heimatländer ein.
Die amyotrophe Lateralsklerose (ALS) ist eine schwere und unheilbare degenerative Erkrankung des Nervensystems. Innerhalb kurzer Zeit schwinden die Muskeln. Der Tod tritt in Folge einer Atemlähmung ein.
Eine Anämie bezeichnet einen Mangel an roten Blutkörperchen (Erythrozyten) und des roten Blutfarbstoffes (Hämoglobin ). Die Hauptaufgabe der roten Blutkörperchen ist es, Sauerstoff von der Lunge zu den verschiedenen Geweben des Körpers zu transportieren.
Analkrebs (Analkarzinom) ist eine bösartige Geschwulst im Bereich des Analkanals. Der Analrandkrebs ist ein Tumor, der am Rand des Afters zur Haut hin nach außen liegt. Beim Analkanalkrebs liegt die Geschwulst an der inneren Schleimhaut des Afters und wächst in den Enddarm hinein.
Unter einem Aneurysma versteht man eine Aussackung einer Arterie. Schlagadern (Arterien), die das Blut vom Herz in die Organe befördern, können sich unter dem ständigen Einfluss des Blutdrucks aufweiten.
Die Gefäße in unserem Körper stellen die Transportwege für im Blut enthaltene und lebensnotwendige Nährstoffe, zum Beispiel den Sauerstoff, dar. Taktgeber und Zentrale dieses Versorgungssystems ist das Herz, das zur Aufrechterhaltung einer lebenslangen Pumpfunktion selbst an diese Versorgung angeschlossen ist.
Angst ist ein grundlegendes und normales Gefühl, das jeder Mensch kennt. In den meisten Situationen hat dieses Gefühl eine wichtige Warnfunktion - Angst weist uns auf Gefahren hin. Die mit Angst verbundenen körperlichen Reaktionen (zum Beispiel erhöhter Herzschlag) machen eine schnelle Reaktion auf die Bedrohung (zum Beispiel Flucht) möglich.
Die Anorexia nervosa (Magersucht) ist eine schwere Störung des Essverhaltens, bei der Betroffene sich weigern, ihr ohnehin schon niedriges Körpergewicht aufrechtzuerhalten.
Unter einem Schlaganfall (Apoplex) versteht man eine plötzliche Schädigung des Gehirns in einem bestimmten Bereich. Der Schlaganfall kann Folge einer Minderdurchblutung des Gehirns oder einer Blutung im Gehirn sein.
Eine Blinddarmentzündung, auch Appendizitis, ist eine Entzündung des Wurmfortsatzes des Blinddarms, der sich am Anfang des Dickdarms befindet. Es handelt sich um eine sehr häufige Erkrankung, die bei Menschen aller Altersstufen vorkommen kann, bei Kindern und Jugendlichen aber besonders häufig auftritt.
Normalerweise schlägt das Herz eines wachen, nicht sportlich aktiven Erwachsenen mit einer Frequenz von 60 bis 100 Schlägen pro Minute. Wenn der Herzschlag aus seinem, der jeweiligen Tätigkeit oder Situation angepassten Takt gerät, spricht man von Herzrhythmusstörungen (Arrhythmien). Die meisten Menschen haben von Zeit zu Zeit Herzrhythmusstörungen, die aber meist harmlos sind.
Bei der Arteriosklerose handelt es sich um eine langsam fortschreitende Erkrankung der Arterien (Schlagadern). Arterien sind Blutgefäße, die das in den Lungen mit Sauerstoff angereicherte Blut vom Herzen zu den Organen transportieren. Bei der Arteriosklerose werden diese Blutgefäße zunehmend enger und steifer. Dem Prozess liegen krankhafte Veränderungen in den Gefäßwänden ...
Das Wort Arthritis stammt aus dem Griechischen und bedeutet Gelenkentzündung. Folgende Gelenkbeschwerden können dabei auftreten: Schmerzen, Schwellung, Überwärmung und Bewegungseinschränkung. Häufig kommt es auch zu einem Gelenkerguss. Das bedeutet, dass sich Flüssigkeit im Gelenk ansammelt.
Eine Arthrose ist ein fortschreitender Verschleiß von Gelenkknorpeln, der mit der Zeit auch Gelenkflächen und angrenzende Knochen in Mitleidenschaft zieht. Die Arthrose ist die häufigste Gelenkerkrankung erwachsener Menschen.
Diese Patientenleitlinie richtet sich an Menschen mit Asthma und Eltern asthmakranker Kinder. Betroffene und Angehörige können hier - zusätzlich und ergänzend zum Arztgespräch - Hilfen, Anregungen und Antworten auf wichtige Fragen finden.
Bei einem trockenen Auge benetzt die Tränenflüssigkeit die Augenoberfläche nur unzureichend. Dies kann verschiedene Gründe haben: Entweder produzieren die Tränendrüsen zu wenig oder falsch zusammengesetzte Tränenflüssigkeit oder die Tränenflüssigkeit verdunstet verstärkt. Da die Augenlider bei trockenem Auge nicht mehr reibungslos über die Augenoberfläche gleiten, kann es zu ...
Die Augen liegen in der Augenhöhle (Orbita). Der Augapfel nimmt nur etwa ein Viertel der Orbita ein, der Rest ist mit Nerven, Muskeln, Gefäßen, Binde- und Fettgewebe gefüllt. Im rückwärtigen Teil verläuft der Sehnerv durch eine Öffnung zu den visuellen Sehzentren des Gehirns. Insgesamt sechs Augenmuskeln setzen an verschiedenen Punkten des Augapfels an und verleihen ihm eine ...
Die Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) ist eine der schwerwiegendsten und häufigsten chronischen Krankheiten in den Industrienationen. Etwa acht von hundert Menschen sind davon betroffen, wobei die Zahlenangaben etwas variieren.
Fremdkörper können sich am oder im Auge befinden, gehören aber nicht zur natürlichen Struktur des Auges und seiner Umgebung. Jeder Teil des Auges oder der Augenhöhle - je nach Verletzungsart und Eintrittspforte - kann betroffen sein.
Verletzungen der Außenbänder entstehen meist durch Umknicken des Fußes. Mediziner beschreiben den Unfallhergang als Distorsion des Sprunggelenks. Die Folge kann eine Zerrung und Überdehnung der Bänder, Teilrisse oder auch ganze Risse, eine Ruptur, sein.
Beim frühkindlichen Autismus (auch Kanner-Syndrom) handelt es sich um eine meist erblich bedingte tiefgreifende Entwicklungsstörung, die sich grundsätzlich vor dem dritten Lebensjahr manifestiert. Etwa ein Viertel bis die Hälfte der Kinder leiden zusätzlich an einer geistigen Behinderung.