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Frau trinkt Wasser aus Glas

Blasenentzündung: Helfen Antibiotika?

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Bei einer unkomplizierten Blasenentzündung sorgt eine Antibiotika-Therapie über drei oder mehr Tage fast immer dafür, dass die Beschwerden rasch nachlassen. Wer die Medikamente fünf Tage oder länger nimmt, kann auch letzte Reste der Bakterieninfektion beseitigen. Allerdings werden mit der Dauer der Behandlung auch unerwünschte Wirkungen häufiger.

Antibiotika können bei Blasenentzündungen die Beschwerden schnell lindern und die Entzündung beseitigen, indem sie die Bakterien abtöten. Das haben Studien belegt, in denen eine Teilnehmergruppe Antibiotika erhielt, eine andere Gruppe dagegen ein Scheinmedikament (Placebo). In den Studien ging es den Teilnehmenden, die Antibiotika einnahmen, deutlich schneller wieder besser. Die Schmerzen und das Brennen ließen bei ihnen rasch nach – meistens innerhalb von ein bis drei Tagen. Am Ende der ein bis sieben Tage dauernden Behandlung hatten im Durchschnitt 62 von 100 Frauen keine Beschwerden mehr. Dagegen waren nur 26 von 100 Frauen, die ein Scheinmedikament einnahmen, zu diesem Zeitpunkt beschwerdefrei.

 

Bei einigen Frauen traten bei der Einnahme von Antibiotika unerwünschte Wirkungen auf. Dazu zählten Magen-Darm-Probleme (zum Beispiel Übelkeit, Durchfall), Kopfschmerzen, Hautausschlag und Juckreiz. Die Studien lieferten keine Angaben dazu, ob die Antibiotika-Einnahme auch langfristig gegen Blasenentzündungen hilft.

 

Verschiedene Antibiotika können die Beschwerden ähnlich gut lindern

Eine Forschergruppe der Cochrane Collaboration – einem internationalen Forschungsnetzwerk – hat versucht herauszufinden, wie effektiv die verschiedenen Antibiotika bei einer Blasenentzündung im Vergleich zueinander sind. Sie haben alle aussagekräftigen Studien in einer sogenannten systematischen Übersicht zusammengefasst.


Ihr Fazit: Alle analysierten Mittel lindern die Beschwerden ähnlich gut. Dies gilt für klassische Antibiotika, aber auch für Medikamente aus der Gruppe der Chinolone. Chinolone sind Wirkstoffe, die zu den Antibiotika zählen, aber etwas anders wirken. Sie blockieren ein bestimmtes Enzym, das für die bakteriellen Erreger lebensnotwendig ist. Welches Medikament im individuellen Fall angebracht ist, hängt unter anderem von folgenden Fragen ab:

 

  • Spricht etwas gegen die Einnahme bestimmter Antibiotika, beispielsweise Allergien, Unverträglichkeiten oder eine Schwangerschaft?

  • Welche unerwünschten Wirkungen treten bei einzelnen Antibiotika häufiger oder seltener auf als bei anderen?

  • Wie empfindlich sind die vorhandenen Erreger gegen verschiedene Antibiotika?

  • Haben sich im näheren Umfeld resistente Erreger gebildet?


Resistente Erreger sind unempfindlich gegen bestimmte Antibiotika. Diese können sich unter anderem bilden, wenn Antibiotika zu häufig eingesetzt werden.

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Autor: Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), erstellt am 14.11.11

Quelle: www.gesundheitsinformation.de ((IQWiG)

 
 
 

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