München, 8. Februar 2012
Erwachsene sind etwa dreimal im Jahr erkältet, Kinder trifft es bis zu acht Mal jährlich. Antibiotika helfen nicht gegen die Erkältungs-Viren, so die Landesvertretung Bayern der Techniker Krankenkasse (TK). Was wirklich hilft, verrät sie hier. Zehn Tipps:
Heiße Bäder lindern die Beschwerden
Eine beginnende Erkältung kann man mit einem heißen Vollbad "wegbaden". Durch die Wärme wird die Schleimhaut besser durchblutet und die Viren können sich nicht mehr so stark vermehren. Wenn die Erkältung bereits fortgeschritten ist, lindert solch ein Bad die Beschwerden. Entsprechende Badezusätze verstärken den Effekt. Anschließend am besten ins warme Bett legen und gesundschlafen. Bei Fieber sollte man allerdings nicht baden.
Salzwasser befreit die Nase
Kochsalz in der Nase unterstützt die natürliche Schleimhaut-Funktion. Einen halben Teelöffel Salz in einem Becher lauwarmen Wasser auflösen. Die Lösung am besten in eine kleine Sprayflasche umfüllen.
Feuchte Tücher auf der Heizung sind gut für die Schleimhaute
Liegt die Luftfeuchtigkeit im optimalen Bereich, kann die Nasenschleimhaut gut funktionieren. Im Winter ist die Luft aber generell trockener. Heizungsluft verstärkt diesen Effekt noch. Gut für die Schleimhäute sind deshalb feuchte Tücher über der Heizung und regelmäßiges Lüften. Und natürlich viel trinken. Zwei bis drei Liter Tee oder Mineralwasser am Tag tragen dazu bei, dass die Schleimhäute feucht bleiben.
Kartoffelwickel, Milch und Kräutertee gegen Halsschmerzen
Eine ungeschälte Kartoffel kochen, noch heiß in einem Tuch und zerdrücken, auf den schmerzenden Hals legen und mit einem Handtuch umwickeln. Aber Vorsicht! Nicht zu heiß anwenden. Verbrennungsgefahr! Gegen Halsschmerzen hilft auch warme Milch, so die Empfehlung von HNO-Ärzten. Ab und zu ein Becher davon lindert die Beschwerden. Gegen Halsschmerzen hilft auch das Gurgeln mit warmen Kräutertees, wie zum Beispiel Kamillen- oder Salbeitee.
Schmalzwickel gegen Bronchitis
50 Gramm Schweineschmalz nicht zu heiß erwärmen. Auf Brust und Rücken verteilen Sie und mit Tüchern umwickeln. Den Wickel entfernen, bevor er ganz ausgekühlt ist.
Zwiebelwickel gegen Ohrenschmerzen
Eine Zwiebel klein hacken und in einem Baumwolltuch zerdrücken. Bei schwacher Hitze langsam erwärmen - nicht kochen! Den Wickel im Tuch auf das schmerzende Ohr legen und wirken lassen, bis er kalt ist. Die Dämpfe regen die Durchblutung an und steigern die Abwehr. Die Zahl der Krankheitskeime nimmt ab.
Auf Kontaktlinsen verzichten
Wer erkältet ist und Kontaktlinsen trägt, riskiert Augenschäden. Bei Schnupfen wandern die Keime direkt von der Nase über die Tränenwege ins Auge und setzten sich an der Linse fest. Jeder zweite Kontaktlinsenträger zieht sich bei solchen Infekten eine Bindehautentzündung zu; jeder zehnte sogar eine gefährliche Hornhautentzündung. Bei Erkältung sollte man deshalb eine Brille tragen.
Kein Sport bei Erkältung
Der durch die Erkältung ohnehin schon geschwächte Körper wird durch Sport zusätzlich belastet. Wer trotz einer schweren Erkältungskrankheit trainiert, riskiert eine gefährliche Herzmuskelentzündung, die das Herz dauerhaft schädigen kann. Deshalb sollte man erst wieder trainieren, wenn sich der Körper gesund fühlt.
Küssen erlaubt, anfassen verboten
Die Erreger haben kaum eine Chance, sich von Mund zu Mund zu übertragen. Der wahrscheinliche Grund: Die Viren gelangen über den Speichel in den Magen und werden dort von der Magensäure abgetötet. Vorsicht ist dagegen beim Händeschütteln angesagt. Deshalb: Nach dem Kontakt mit einem Erkältungs-Kranken das Händewaschen nicht vergessen!
Händewaschen schützt vor Viren
Erkältungsviren überleben außerhalb des menschlichen Körpers bis zu drei Stunden. Sie gelangen zum Beispiel von Türklinken, Telefonen und anderen Gegenständen auf die Hände. Fasst man sich dann an die Nase oder reibt sich die Augen, sind die Viren dort, wo sie sich wohlfühlen, und beginnen sich zu vermehren. Deshalb: Regelmäßig gründlich die Hände waschen, etwa eine halbe Minute lang.
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Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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Autor: TK-Landesvertretung Bayern, erstellt am 2/8/12