Potsdam, 3. Februar 2012
Ein neues Internetportal der Krankenkassen will jetzt Licht ins Dunkel der Selbstzahler-Angebote bringen: Der IGeL-Monitor lotst Patienten durch den Leistungs-Dschungel und bewertet den Nutzen und mögliche Nebenwirkungen. Die Techniker Krankenkasse (TK) bietet zudem eine IGeL-Checkliste. Die Broschüre "Selbst zahlen? Individuelle Gesundheitsleistungen" liefert damit eine Orientierung, wie gut der Arzt den Patienten über die geplante Leistung beraten hat.
Von der Glaukomfrüherkennung über Ultraschalluntersuchungen bis hin zur PSA- (Prostataspezifisches Antigen)-Bestimmung: Wohl jeder gesetzlich Versicherte hat schon einmal eine individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) von seinem Arzt angepriesen bekommen. Grundsätzlich sind IGeL ärztliche Leistungen, deren Kosten nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden. Sie sind häufig weder medizinisch notwendig noch ist ihr diagnostischer und therapeutischer Nutzen wissenschaftlich nachgewiesen.
Die Patienten sollten sich seriös und ohne Zeitdruck darüber informieren, ob die Untersuchung oder Behandlung für sie sinnvoll ist. Denn sie allein treffen die Entscheidung. Der Arzt ist in der Pflicht, den Patienten im Vorfeld ausführlich über Kosten und Nutzen aufzuklären. Außerdem muss vor Behandlungsbeginn zwischen Arzt und Patient immer ein schriftlicher Behandlungsvertrag abgeschlossen werden.
Initiator des IGeL-Monitors ist der Medizinische Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen (MDS).
Linktipps / Herunterladen
- TK-Broschüre: Selbst zahlen? Individuelle Gesundheitsleistungen
- Medienservice: Patientenrechte (PDF, 847 KB, nicht barrierefrei)

- Pressefotos - Suchbegriff - Behandlung

- IGeL-Monitor

Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Heike Weinert
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Autor: TK-Landesvertretung Berlin/Brandenburg, erstellt am 2/3/12