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Pressemitteilungen 2012

Fotografie: Christian Rathemacher

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Frauen ab 65: wenn der Griff zur Tablette gefährlich wird

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Mainz, 2. Februar 2012

 

Frauen ab 65 bekommen deutlich häufiger als gleichaltrige Männer Tabletten oder Tropfen verordnet, die gefährliche Neben- oder Wechselwirkungen hervorrufen können. Das zeigt eine aktuelle Auswertung von Versichertendaten der Techniker Krankenkasse (TK), die den Zeitraum Januar bis August 2011 umfasst. "So erhielten im Schnitt vier von zehn Seniorinnen ein für ihre Altersgruppe potenziell gefährliches Arzneimittel. Bei Männern sind es etwa drei von zehn Senioren", sagte Anneliese Bodemar, Leiterin der rheinland-pfälzischen TK-Landesvertretung in Mainz, anlässlich des 2. rheinland-pfälzischen Geriatrietages, zu dem das Gesundheitsministerium eingeladen hatte.

 

"Ältere Menschen nehmen zudem häufig aufgrund verschiedener Erkrankungen einen 'Medikamenten-Cocktail' ein, der zu Wechselwirkungen führen kann. Bei der hausärztlichen Versorgung älterer Menschen ist es deshalb wichtig, die Medikamentenverordnung genau im Blick zu haben", erläuterte die Leiterin der TK-Landesvertretung. Bei den potenziell gefährlichen Medikamenten handelt es sich um insgesamt 83 Arzneimittelwirkstoffe, die in der so genannten "Priscus-Liste" verzeichnet und für ältere Menschen nur eingeschränkt zu empfehlen sind.

 

Für ihre Analyse hat die TK aktuelle Daten ihres Arzneimittelkontoauszug-Service TK-ViA (Versicherteninformation Arzneimittel) ausgewertet, der seit Januar 2011 auch auf "Priscus-Medikamente" hinweist. Ähnlich einem Bankkontoauszug listet TK-ViA alle Arzneimittel auf, die in den vorangegangenen 24 Monaten in der Apotheke auf Kassenrezept bezogen wurden. Bei über 65 Jahre alten Patienten werden zudem die "Priscus-Präparate" hervorgehoben. Versicherte können die Medikamentenübersicht anfordern und auch ihrem Arzt zur Verfügung stellen. Dies ist hilfreich, wenn Patienten Medikamente von unterschiedlichen Ärzten erhalten.

 

"Mit dem Hinweis auf Medikamente der so genannten Priscus-Liste wollen wir die Therapiesicherheit erhöhen. Patienten, die ein entsprechendes Medikament erhalten, sollten es jedoch auf keinen Fall eigenmächtig absetzen, sondern stattdessen die weitere Therapie mit ihrem behandelnden Arzt besprechen", rät Anneliese Bodemar. Bei Fragen können sich die Versicherten zudem von Medizinern des TK-Ärztezentrums beraten lassen.

 

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Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Cornelia Benzing

Telefon 061 31 - 917-413

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Autor: TK-Landesvertretung Rheinland-Pfalz, erstellt am 2/2/12

 
 
 

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