Erfurt, 21. Februar 2012
Mit Aschermittwoch beginnt wieder die Fastenzeit. In diesen Tagen verzichten viele Menschen auf bestimmte Lebensmittel und auf Genussgifte wie Nikotin, Alkohol oder Süßigkeiten. "Gegen diese Form des Fastens ist nichts einzuwenden, da die Nahrungsaufnahme nicht komplett eingestellt wird. Sie dient letztlich der körperlichen und geistigen Gesundheit", erklärt Steffani Gassner, Gesundheitsexpertin bei der Techniker Krankenkasse (TK) in Thüringen.
Heute jedoch wird Fasten überwiegend zur Gewichtsreduktion und Körperentschlackung angewandt. "Fasten ohne Aufnahme von lebenswichtigen Nahrungsinhaltsstoffen und ohne ärztliche Kontrolle ist riskant", warnt die Expertin. Gerade Menschen mit Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems sollten sich vorab von einem Arzt beraten lassen.
Bei einem völligen Verzicht auf Nahrung gerät der Körper in eine Stresssituation, verringert den Energieverbrauch und baut Muskeln, aber nur wenig Fettgewebe ab. Die Versorgung mit wichtigen Nahrungsinhaltsstoffen wie Vitaminen, Mineralstoffen und Proteinen ist nicht mehr gegeben. Das kann schwerwiegende gesundheitliche Probleme zur Folge haben.
Dass der Körper durch das Fasten entschlackt, ist wissenschaftlich nicht nachgewiesen. Der menschliche Körper kann keine Schlacken und Stoffwechselprodukte ansammeln. Nicht verwertbare Substanzen werden bei ausreichender Flüssigkeitszufuhr täglich von Darm, Leber und Niere entsorgt.
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Autor: TK-Landesvertretung Thüringen, erstellt am 2/21/12