Arbeitstherapie und Belastungserprobung können sinnvoll sein, wenn eine Krankheit oder eine Behinderung die körperliche, psychische oder intellektuelle Leistungsfähigkeit eines Menschen so weit herabgesetzt hat, dass er nicht beruflich arbeiten kann.
Belastungserprobung und Arbeitstherapie gehören zur medizinischen Rehabilitation. Sie können dazu beitragen, dass Menschen, die eine schwere Krankheit oder andere schwere gesundheitliche Schäden erlitten haben, auch beruflich aktiv oder wieder aktiv werden können. Sie sind damit eine Vorstufe für die berufliche Rehabilitation, zum Beispiel für eine berufliche Wiedereingliederung.
Belastungserprobung
Bei der Belastungserprobung steht die Diagnostik im Vordergrund. Sozialmedizinisch geschulte Fachleute untersuchen zum Beispiel, wie leistungsfähig der Patient körperlich, psychisch, intellektuell und praktisch ist und wo seine besonderen, für die Arbeit wichtigen Stärken liegen. Sie versuchen auch festzustellen, wie gut er sich an verschiedene soziale Situationen anpassen kann.
Ziel ist, seine Chancen auf eine berufliche Eingliederung realistisch einzuschätzen. Zusätzlich erhält der Patient eine Beratung und Vorschläge über mögliche berufliche Einsatzfelder und geeignete Rehabilitationsangebote, die ihm beim Einstieg ins Arbeitsleben helfen können. Ein erster Schritt dazu kann zum Beispiel die Arbeitstherapie sein.
Arbeitstherapie
Die Arbeitstherapie setzt gezielt medizinische, psychologische und berufspädagogische Methoden ein, damit der Patient körperlich und geistig wieder belastbarer wird. Dabei arbeitet der Patient allein oder in der Gruppe an konkreten, einfachen Aufgaben. Ziel ist, dass er arbeitsfähig wird, seine Stärken ausbaut und seine Chancen für eine berufliche Eingliederung steigen.
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erstellt am 06.05.03; zuletzt aktualisiert am 29.03.11
Quelle: TK

