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Familie umarmt sich

Was sind Mutter- oder Vater-Kind-Kuren?

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Für Mütter und Väter, die durch ihre Elternrolle erheblich belastet und außerdem gesundheitlich beeinträchtigt sind, gibt es besondere Mutter- oder Vater-Kind-Kuren.

Mutter- oder Vater-Kind-Kuren sind stationäre Kuren, die in einer zugelassenen Kurklinik stattfinden. Sie dienen der Vorsorge oder der Rehabilitation und dauern in der Regel drei Wochen.

 

In den Therapiekonzepten bei Mutter- oder Vater-Kind-Kuren ist unter anderem berücksichtigt, welches Verhältnis Sie zu Ihrem Kind haben und ob es eventuell mitbehandelt werden sollte. Durch diese Besonderheit unterscheidet sich eine solche Kur von anderen klassischen Kuren, die sich ausschließlich nach Krankheitsbildern richten.

 

Die Mutter- oder Vater-Kind-Kur soll Sie dabei unterstützen, gesund zu leben und sich selbst zu helfen, sodass Sie zukünftig den Alltag mit Ihrer Familie besser bewältigen können. Dazu gibt es bei der Kur ein individuelles Therapieangebot. Sie ist also kein Urlaub.

 

Mit Kind oder ohne?

Oft ist der Erfolg am nachhaltigsten, wenn Sie ohne Kinder an der Kur teilnehmen. Denn so können Sie sich voll und ganz auf sich selbst und Ihre eigenen Bedürfnisse konzentrieren. Durch den räumlichen Abstand zur Familie können Sie in vielen Fällen Ihre Situation objektiver betrachten. So können Sie unter Umständen gute langfristige Lösungsansätze finden.

 

Bitte bedenken Sie auch: Für kleine Kinder kann es sehr anstrengend und belastend sein, sich an eine fremde Umgebung zu gewöhnen. Da auch der Körper auf diese Art Stress reagiert, erkranken Kleinkinder oft während der Kur. Es ist wichtig, dass Sie das berücksichtigen, wenn Sie sich dafür entscheiden, Ihr Kind mitzunehmen.

 

Ist es im Einzelfall nicht möglich, Ihre Kinder während Ihrer Kur im gewohnten Umfeld angemessen zu versorgen, können Kinder bis zwölf Jahre Sie begleiten. Ausnahmen gelten im Einzelfall für behinderte Kinder.

 

Mutter oder Vater stehen im Vordergrund

Die Mutter oder den Vater zu behandeln, steht bei einer Mutter- oder Vater-Kind-Kur immer im Vordergrund. Nur im Ausnahmefall können Kinder gleichzeitig mitbehandelt werden. Das ist allerdings nicht vergleichbar mit einer eigenen Kinderrehabilitation.

 

Sobald es darum geht, Ihre Erwerbsfähigkeit zu erhalten oder zu verbessern, sind Mutter- oder Vater-Kind-Kuren nicht geeignet. In diesem Fall sollten Sie, wenn dafür die Voraussetzungen vorliegen, zum Beispiel eine Kur Ihres Rentenversicherungsträgers nutzen. Das gilt auch für Kinder, wenn sie gesundheitlich so beeinträchtigt sind, dass die Krankheit sich voraussichtlich auf die spätere Erwerbsfähigkeit auswirken wird.

erstellt am 26.02.09; zuletzt aktualisiert am 09.11.11

Quelle: TK

 
 
 

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