Mit der Übergabe der Boxen weiten die TK und die Zahnärztekammer in Mecklenburg-Vorpommern ihre Kampagne weiter aus.
Bereits Ende 2009 erhielten alle Grund- und Förderschulen im Land Zahnrettungsboxen. Ganz bewusst haben sich die Partner jetzt für Sportvereine entschieden. Ob beim Judo oder Badminton - Zahnunfälle sind nicht ausgeschlossen. Und diese Box ist für alle eine einfache und vor allem praktikable, alltagstaugliche Lösung für ein schnelles richtiges Handeln und damit für die Rettung von Kinderzähnen. Rund 500 Sportvereine im Land werden jetzt mit einer Zahnrettungsbox ausgestattet.
Minister Lorenz Caffier (Mitte) bei der symbolischen Übergabe
Trainer Matthias Hermann erhielt vom Schirmherrn Lorenz Caffier, Minister für Inneres und Sport, und Dr. Volker Möws, Leiter der TK-Landesvertretung, die ersten Rettungsboxen für die Jungen und Mädchen des Judoverbandes im Polizeisportverein (PSV) Schwerin.
Statistisch gesehen verletzt sich jedes zweite Kind noch vor dem 16. Lebensjahr bei Stürzen, Schlägen oder anderen Unfällen an den Zähnen. Allerdings wissen die meisten Eltern, Trainer und Übungsleiter nicht, dass es durchaus möglich ist, einen ausgeschlagenen Zahn wieder einzupflanzen. Das richtige Verhalten in den ersten Minuten nach einer solchen Verletzung ist entscheidend für das weitere Schicksal der verletzten Zähne.
Die Zahnrettungsbox ist mit einer speziellen Nährflüssigkeit gefüllt, um den ausgeschlagenen Zahn oder das Zahnbruchstück feuchtzuhalten und gleichzeitig das Gewebe zu ernähren. In Notfällen kann der Zahn darin bis zu 48 Stunden aufbewahrt werden. Gerade bei Heranwachsenden in diesen Altersstufen lohnt der Rettungsversuch besonders. Denn Zahnersatz ist nur als Provisorium möglich und muss dem sich entwickelnden Kiefer in der Regel mindestens alle ein bis zwei Jahre angepasst werden. Es drohen Kieferfehlstellungen und Sprechschwierigkeiten, die logopädisch zu behandeln sind. Zahnrettung erspart also den Kindern zusätzliche Belastungen. Die Zahnrettungsbox verringert zwar nicht die Unfallgefahr, minimiert jedoch entscheidend die Folgen von Zahnverletzungen.
Judokas aus Schwerin
Die TK hat von allen Kassen die meisten mitversicherten Kinder- und Jugendlichen, deshalb engagiert sich die Kasse im besonderen Maß für deren Gesunderhaltung. Mit dieser Aktion soll durch breite Aufklärung und Vorhaltung derartiger Notfallsets, Kummer und Leid und natürlich auch Kosten gespart werden.
Auf Wunsch können Sie per E-Mail ein gedrucktes Exemplar des Flyers mit dem Titel "Rettungsbox für Zahnunfälle" bei uns anfordern. Hier können Sie nachlesen, was nach einen Zahnunfall zu tun ist.
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Autor: TK-Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommern, erstellt am 03.09.09; zuletzt aktualisiert am 20.02.12