Welttuberkulosetag am 24. März: Die Gefahr ist noch nicht gebannt
Schwerin, 23. März 2012
In Deutschland wurden im vergangenen Jahr 4.344 neue Tuberkulose-Infektionen registriert, 99 davon in Mecklenburg-Vorpommern. Seit Anfang 2012 wurden dem Robert Koch-Institut schon 174 neue Tuberkulose-Fälle - 13 davon im Nordosten - gemeldet, teilte die Techniker Krankenkasse (TK) heute in Schwerin mit. Die Dunkelziffer sei allerdings höher. Eine Studie über Obduktionen ergab, dass die Tbc bei lediglich einem Drittel der Erkrankten zur Lebenszeit festgestellt worden war.
"Die Tuberkulose auch Schwindsucht genannt, tötet die Betroffenen, indem sie allmählich Löcher in die Lunge frisst", erklärt Heike Schmedemann, Sprecherin der TK in Mecklenburg-Vorpommern. Die Tbc-Bakterien vermehren sich in der Lunge und zerstören das Gewebe. Wie gewöhnliche Erkältungen breitet sich die Tbc über die Luft aus, wenn infektiöse Menschen husten, sprechen oder niesen. Die Tbc gefährdet besonders Säuglinge und Kinder unter vier Jahren, weil deren Immunsystem noch nicht gegen den Erreger ankommt.
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