Wir essen nicht nur, weil wir hungrig sind. Wir essen auch, wenn wir traurig, gelangweilt, zufrieden oder gestresst sind.
Es spielt eben nicht nur eine Rolle, was und wie viel wir essen, sondern auch warum und wie wir essen. Mit diesen Zusammenhängen unseres Essverhaltens beschäftigt sich die Wissenschaft der Ernährungspsychologie.
An Wissen über das, was eine gesunde und ausgewogene Ernährung ausmacht, mangelt es nicht. Und über das entsprechende Nahrungsmittelangebot können wir uns auch nicht beklagen. Und dennoch: Laut Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz sind in Deutschland etwa 37 Millionen Erwachsene und rund zwei Millionen Kinder und Jugendliche übergewichtig oder fettleibig. Ein Viertel leidet an Herz-Kreislauf-Erkrankungen einschließlich Bluthochdruck. Es gibt rund vier Millionen Zuckerkranke. Jedes fünfte Kind oder jeder fünfte Jugendliche leidet an einer Essstörung.
Autor: Diplom-Ökotrophologin Alexandra Krotz, erstellt am 23.04.03; zuletzt aktualisiert am 27.05.09
Quelle: TK