Start in die Lauf-Saison

Die Tage werden wieder länger. Erste Joggingläufe schaffen gute Laune. Oft werden hier alte Schuhe genommen. Doch selbst, wenn man die nicht benutzt hat, gehen 80 Prozent der Dämpfung eines Laufschuhs innerhalb eines Jahres verloren. Wenn Sie richtig wieder anfangen wollen zu joggen, tun Sie sich und ihren Füßen einen Gefallen: Kaufen Sie sich ein neues Paar Laufschuhe.

 

Abgelaufen: Als Triathlet verbraucht Andreas Niedrig einen Haufen Laufschuhe

Andreas Niedrig beim JoggenKaum lässt es das Wetter zu, läuft Andreas Niedrig die ersten Trainingskilometer. Wenn ich nicht auf den Kalender schauen würde, ich könnte es kaum glauben: Der März hat begonnen und das Wetter schlägt immer noch Kapriolen.

 

Wetter? Hatte ich das Thema nicht bereits im Februar? Eigentlich sollten wir uns nicht über das Wetter beklagen, es gibt sicherlich Schlimmeres, aber ich vermisse die Sonne.


In den letzten Jahren als Triathlet fing mein Sommer bereits im Dezember an. Wir sind meist schon eine Woche auf die Kanarischen Inseln geflogen, um die ersten warmen Radkilometer "runterzuspulen". Im Januar und Februar wurden es dann schon zwei Wochen Trainingslager, wodurch ich in den letzten Jahren den Winter immer stark verkürzen konnte. Wenn ich nach Hause kam, musste ich mir regelmäßig das Gejammer der Leute anhören, wie schrecklich lang doch der Winter sei.

 

Jetzt, da ich mich immer mehr vom Triathlonsport verabschiede und keine Trainingslager mehr absolviere, verstehe ich das Gejammer. Egal wo ich hingehe, ob Friseur, Tankstelle oder beim Treffen von Freunden - das Thema Wetter beherrscht die Gemüter.

 

Jeder möchte das Wetter anders haben und ich kann mich noch sehr gut an den Satz einer älteren Dame erinnern, die zu mir sagte: Junger Mann, wenn die Menschen das Wetter machen könnten, dann hätten wir keines. Wie Recht sie hat!

Von nun an geht´s bergauf

Um aber das Thema Wetter etwas abzukürzen, habe ich einmal im Internet nachgeschaut, was über den März geschrieben steht und habe Folgendes gefunden: Im März beginnt der Frühling. Tag und Nacht haben die gleiche Stundenanzahl und von nun an beginnt die Zeit, in der es länger hell als dunkel sein wird. Am Äquator steht die Sonne über dem Zenit. Sie geht im Osten zeitgleich auf und im Westen zeitgleich unter. Das bedeutet, es kann nur noch besser werden!

 

Ich vermisse die Wärme und ich vermisse die Abende im Garten. Aber vor allem vermisse ich die schönen Sonnenuntergänge im Sommer. Es ist gut, wenn man vermisst, denn nur dann weiß man zu schätzen, wenn es zurückkommt und die Vorfreude ist doch häufig auch mit die schönste Freude. Oder?

 

Mann stellt Uhr auf Sommerzeit umUmstellung auf Sommerzeit

Umstellung auf Sommerzeit

Am letzten Sonntag im März wird auch noch die Uhr umgestellt. Wie war das doch gleich? Wird sie vor oder nachgestellt? Ist es morgens früher oder abends länger hell? Jedes Jahr aufs Neue habe ich Schwierigkeiten, das zu verstehen. Wenn die Uhr von Samstag auf Sonntagnacht von zwei auf drei Uhr vorgestellt wird, wird es aber deutlich sichtbar.

 

Auch körperlich ist die Zeitumstellung für viele Menschen mit einer gehörigen Portion Stress verbunden. Laut verschiedener Studien haben Millionen von Menschen Schwierigkeiten. Dieses Problem ist also kein Einzelfall. Die innere Uhr stellt sich nur langsam um und gerade Jugendliche, die morgens meist sowieso schon schwierig aus den Federn zu bekommen sind, tun sich schwer damit, dass nun eine Stunde Schlaf fehlt.

 

Bewegen, bewegen, bewegen ...

Was aber kann man dagegen tun? Sie wissen ja, dass ich mich sehr gerne bewege und genau hier liegt der Schlüssel für eine schnelle Anpassung. Gehen Sie vermehrt an die frische Luft und dies am besten so früh wie möglich. Vielleicht auch einmal ein kleinen Jogginglauf ausprobieren, wenn Sie Lust nach "mehr" verspüren.

Vorsicht - alte Schuhe

Längere Spaziergänge oder auch der erste Jogginglauf seit drei Monaten schaffen gute Laune.

 

Oft werden hier alte Schuhe aus dem Schrank genommen, die man sich vor zwei, drei Jahren gekauft hat und die vielleicht erst wenige Kilometer auf dem Buckel haben. Man meint, da man den Schuh ja nur selten getragen hat, dürfte er von der Dämpfung her noch in Ordnung sein.

 

Ausreichende Dämpfung geht verloren

Aber Vorsicht! Die Zwischensohlen von Laufschuhen bestehen heute aus Polyurethan (PU) und Ethylenvinylacetat (EVA). Diese dienen zur Dämpfung und Abfederung für den Läufer. Genau der Grund, warum wir uns überhaupt einen speziellen Laufschuh kaufen.

 

Doch 80 Prozent der Dämpfung eines Laufschuhs gehen innerhalb eines Jahres verloren. Selbst dann, wenn man ihn nicht benutzt. Die Materialien härten aus und mit der guten Dämpfung ist es vorbei. Also, wenn Sie tatsächlich wieder anfangen wollen zu laufen, tun Sie sich und Ihren Füßen einen Gefallen, kaufen Sie sich ein neues Paar Laufschuhe.

Tipps zum Laufschuhkauf

Die Schuhindustrie stellt heutzutage Unmengen an Schuhen her, damit für jeden etwas dabei ist. Auch wird versucht, mit der Optik zu punkten. Aber glauben Sie mir eines, spätesten nach dem ersten Lauf im Wald, wenn es unverhofft anfängt zu regnen, sehen optisch alle Schuhe gleich aus: dreckig! Es geht um die Funktionalität, und das ist nicht immer ganz einfach.

 

Um den richtigen Schuh zu finden, sollte man ein paar Regeln beachten:

  • Ich persönlich habe mir immer sehr gerne Rat in Laufschuhgeschäften geholt, bei denen die Verkäufer selbst Läufer sind. Man wird schnell feststellen, dass hier eine unglaubliche Sicherheit bei der Beratung herrscht.
  • Optimal ist es einen alten Laufschuh, der schon einige Kilometer gelaufen wurde, mitzubringen. Anhand der abgelaufenen Sohle kann der Verkäufer "lesen", was für ein Läufertyp Sie sind.
  • Reden Sie mit den Fachverkäufern, denn im Gespräch können Sie schon sehr viel über Ihr persönliches Laufverhalten herausfinden. Auch eine Laufbandanalyse sollte beim Schuhkauf möglich sein.
  • Fragen Sie den Verkäufer Löcher in den Bauch - dann wird der nächste Laufschuhkauf für Sie um einiges leichter.
  • Bei aller Beratung sollte aber eines unbedingte Voraussetzung sein: Sie müssen direkt beim Hineinschlüpfen in den Schuh das Gefühl haben, das ist er. Wenn es schon von Anfang an drückt oder vom Gefühl her nicht richtig sitzt, wie werden sich Ihre Füße dann erst nach einigen Laufkilometern fühlen?


Mit dem richtigen Laufschuh kann es dann losgehen. Viel Spaß dabei!

 

Ihr Andreas Niedrig

 

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