Bei manchen Frauen werden die Brustwarzen in der Stillzeit wund, rissig oder blutig. Die Ursache dafür ist meist das unsachgemäße Anlegen an die Brust.
Die beste Möglichkeit sich vor wunden Brustwarzen zu schützen, ist das gute Anlegen. Still- und Laktationsberaterinnen und Hebammen empfehlen, nach dem Stillen etwas Milch an der unbedeckten Brustwarze eintrocknen zu lassen und Luft an die Brust kommen zu lassen. Die Hebammen nennen das "die Brust lüften". Das schützt vor dem Austrocknen, dem Wundwerden und vor Entzündungen.
So beugen Sie wunden Brustwarzen vor:
- Das Baby liegt mit dem Körper ganz und gar der Mutter zugewandt.
- Der Mund befindet sich auf der Höhe der Brustwarze.
- Der Kopf ist gerade in Verlängerung zum Körper des Babys.
- Ohr, Schulter und Hüfte des Kindes bilden eine Linie.
- Das Kind wird zur Brust geführt und nicht umgedreht.
- Saugvakuum mit dem kleinen Finger lösen.
- Der Mund ist weit geöffnet, die Lippen liegen offen und glatt am Warzenhof und werden nicht nach innen gesaugt.
- Kinn und Nasenspitze berühren beim Trinken die Brust.
- Das Kind erfasst ein ganzes Stück die Brust und nicht nur die Brustwarze.
- Die Zunge des Kindes liegt über der unteren Zahnleiste. Die Unterlippe ist umgestülpt.
- Schmerzen beim ersten Ansaugen des Kindes sind normal. Sie sollten aber nach drei Zügen aufhören.
- Das Kind sollte soviel wie möglich vom Warzenhof mit dem Mund fassen und nur so lange an der Brust bleiben, wie es wirklich saugt. Das reine Genussnuckeln strapaziert die Warzen unnötig. Oftmals sind häufige kurze Mahlzeiten vor allem in den ersten Wochen günstiger.
Ob ein Kind gut angelegt ist, lässt sich leicht testen. Wenn Sie beim Stillen die Unterlippe des Kindes mit dem Finger zurückschieben, sehen Sie die Zunge. Sie legt sich wie eine Rinne um die Brustwarze. Ein Teil des Brustwarzenhofes verschwindet im Mund des Kindes. Hat das Kind nur die Spitze der Brustwarze im Mund, ist das Stillen sehr schmerzhaft und die Brust kann nicht gut entleert werden.
Wenn Ihr Baby fertig gestillt ist, ziehen Sie es nicht einfach von der Brustwarze weg, sondern schieben Sie dem Kind einen Finger in den Mundwinkel und unterbrechen Sie damit den Unterdruck.
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- Seite 2: Tipps bei wunden Brustwarzen
Autor: Datapharm, erstellt am 01.04.05; zuletzt aktualisiert von Dr. med. Julia Hofmann am 26.02.09
Quelle: TK-Ärztezentrum

