Geht es nach den Gesundheitsministern der Länder, soll, künftig jeder Deutsche gefragt werden, ob er nach dem Tod seine Organe zur Verfügung stellt. Ein Vorstoß, der über das Ziel hinausgeht?
Diese Frage diskutierte die Techniker Krankenkasse (TK) am 9.7.2011 beim 5. politischen Frühstück in Münster mit Politikern, Betroffenen, Ärzten und geladenen Bürgern aus der Region.
Die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesgesundheitsminister, Ulrike Flach, setzt beim Thema Organspende auf mehr Information und Aufklärung, um die Spendebereitschaft in Deutschland zu erhöhen. Ein großes Manko sei die unzureichende Beratung der Angehörigen, sagte die FDP-Politikerin.
Bei der geplanten Neuregelung der Organspende müsse dafür gesorgt werden, dass in jeder Klinik in Deutschland ein Transplantationsbeauftragter als Ansprechpartner für Ärzte und Angehörige zur Verfügung steht, erläuterte die Mülheimer FDP-Bundestagsabgeordnete. Niemand dürfe aber bedrängt werden, sich zur Organspende erklären zu müssen.
v. l. n. r. Günter van Aalst, Christoph Havestadt, Ulrike Flach
"Die TK informiert zu diesem schwierigen Thema bereits seit Jahren ihre Versicherten ausführlich“, sagte Günter van Aalst, Leiter der TK Landesvertretung NRW. Aus Umfragen wisse die TK, dass eine hohe Bereitschaft zur Organspende bestehe. "Mit dem NRW-Städtewettbewerb zur Organspende 'Von Mensch zu Mensch' und der Aktion 'Organspende macht Schule' wollen wir die Menschen motivieren, sich mit diesem Thema zu befassen“, so van Aalst.
Allein in Nordrhein-Westfalen warten 3.845 Patienten auf ein lebensrettendes Organ. Bundesweit sind es 12.000. Täglich sterben drei von ihnen, weil sie nicht rechtzeitig ein Organ erhalten haben.
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Autor: TK-Landesvertretung Nordrhein-Westfalen, erstellt am 19.07.11