Weißkohl stellt den Großteil des in Deutschland angebauten Kohls dar und gehört deshalb zu den preiswertesten Sorten.
Saison
Weißkohl ist von Juli bis März erhältlich. Eine jahreszeitlich frühe Variante ist der Spitzkohl, der von Juni bis September gekauft werden kann.
Nährwert
100 Gramm Weißkohl entsprechen 87 Kilojoule. Er enthält Vitamin C, Provitamin A , Kalium und Kalzium.
Lagerung
Weißkohl hält sich im Gemüsefach des Kühlschranks oder an kühlen Orten mehrere Tage. Blanchiert und tiefgekühlt ist er bis zu sechs Monate haltbar. Zur längeren Lagerung wird Weißkohl traditionell zu Sauerkraut verarbeitet.
Zubereitung
Vor dem Kochen sollte man den Strunk entfernen, weil er durch seinen hohen Schwefelgehalt den charakteristischen Kohlgeruch verursacht. Er kann als Rohkost gegessen werden. Weißkohl bläht. Wenn man Kümmel und Wacholder als Gewürze verwendet, wird er leichter verdaulich. Geriebene Äpfel oder Apfelsaft mildern das Aroma. Besonders beliebt ist die Zubereitung des Weißkohls als Sauerkraut. Die Säure entsteht durch bestimmte Bakterien, die den Pflanzenzucker beim Gären in Milchsäure umwandeln. Die natürliche Ansäuerung macht Sauerkraut lange haltbar. Sauerkraut wird bekömmlicher, wenn man Kartoffeln dazu isst, denn diese binden überschüssige Säure im Magen.
Garzeit
Blätter sind nach zehn Minuten in kochendem Wasser gar, ganze Köpfe - je nach Größe - nach einer halben Stunde.
Autor: Sabine Keller, erstellt am 01.10.03; zuletzt aktualisiert am 21.01.09
Quelle: DGE, Stiftung Warentest