Das am häufigsten verpflanzte Organ ist die Niere. Aber auch Herz, Leber, Lunge, Bauchspeicheldrüse und Darm und Gewebe werden transplantiert. 2010 wurden über 5.000 Organe verstorbener Spender übertragen.
Bis zu sieben Menschen können dank der Organe eines Spenders überleben. Sind alle Organe gesund, können die Transplantationsmediziner Herz, Leber, beide Nieren, die Lunge, Bauchspeicheldrüse und den Dünndarm verpflanzen.
Meistens stammen die Organe von toten Spendern. Eine Niere und einen Teil der Leber können jedoch auch lebende Menschen spenden. Das ist in Deutschland allerdings nur unter strengen Auflagen und nur zwischen nahen Verwandten oder Lebenspartnern möglich.
Gewebespende
Auch Gewebe von Verstorbenen kann kranken Menschen helfen. Augenhornhäute zum Beispiel können Patienten wieder klar sehend lassen, was sie vorher nur noch verschwommen wahrnehmen konnten. Etwa 5.000 bis 6.000 Menschen im Jahr bekommen durch eine Hornhauttransplantation ihre Sehkraft zurück. Es könnten noch mehr sein, denn etwa 8.000 weitere Patienten warten auf eine Hornhautspende. Andere Gewebe wie Herzklappen, Blutgefäße, Knochen und Sehnen helfen Menschen, die zum Beispiel an Knochenverletzungen, Herzproblemen oder Verbrennungen leiden.
Für Gewebespenden gelten in Deutschland andere Regeln als für die durchbluteten Organe. Auch die Bedingungen sind anders. Denn während ein durchblutetes Organ sehr schnell verpflanzt werden muss, damit es keinen Schaden nimmt, können Gewebe konserviert, gelagert und zu einem späteren Zeitpunkt transplantiert werden. Zudem müssen die Gewebemerkmale von Spender und Empfänger nicht übereinstimmen.
Der Spender muss der Entnahme zustimmen
Egal ob Organ- oder Gewebespende - immer gilt: Der Spender muss der Entnahme zugestimmt haben. Wenn er diese Entscheidung nicht zu Lebzeiten getroffen hat, verpflichtet das Gesetz die Angehörigen, so zu entscheiden, wie der Verstorbene es vermutlich gewollt hätte.
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Autor: TK, erstellt am 12.11.09; zuletzt aktualisiert am 31.01.12
Quelle: TK, Jahresbericht der Deutschen Stiftung Organtransplantation 2010