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Verhaltenstherapie, Psychoanalyse, Tiefenpsychologie, in der Gruppe oder allein - Sie können zusammen mit Ihrem Therapeuten zwischen verschiedenen Therapiearten wählen. Hier erfahren Sie, welche Therapien zugelassen sind.

Der Arzt oder Psychologische Psychotherapeut wählt im gemeinsamen Gespräch mit Ihnen die für Sie geeignete Therapieform aus. Entscheidend ist dabei die Art Ihrer Erkrankung, aber auch, was Sie selbst wollen. Dabei sollten Sie sich folgende Fragen selbst beantworten:

 

  • Brauche ich schnelle Hilfe, oder kann ich warten?
  • Brauche ich eine umfassende, in die Tiefe gehende Therapie, oder ist mein Problem eingrenzbar?
  • Wie viel Zeit will und kann ich für eine Psychotherapie aufbringen?

 

Die drei zugelassenen Behandlungsarten sind die Verhaltenstherapie, Psychoanalyse und tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie.

 

Verhaltenstherapie

Die Verhaltenstherapie geht davon aus, dass bestimmte Erfahrungen und Situationen unser Verhalten prägen und maßgeblich beeinflussen. Ziel der Verhaltenstherapie ist es deshalb, ein bestimmtes Verhalten, das als störend empfunden wird, zu verändern. Beispiele hierfür können schwere Essstörungen, aber auch krankhafte Ängste sein. Die Verhaltenstherapie geht davon aus, dass einmal gelernte Verhaltensweisen durch alternative Verhaltensweisen abgelöst werden. Ausgehend davon beschäftigt sich diese Therapieform in erster Linie mit dem aktuellen Verhalten des Betroffenen.

 

Psychoanalyse und tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie

Die Psychoanalyse und tiefenpsychologisch fundierte Therapie ist meist zeitaufwendiger als eine Verhaltenstherapie. Auch diese Therapieformen orientieren sich am Verhalten. Darüber hinaus führen sie aber sehr ausführlich in die Kindheit zurück, in die Träume und ins Unterbewusste. Dahinter steckt die Idee, an die "Wurzel des Übels" zu gehen; erst wenn unterbewusste Blockaden und traumatische Erlebnisse hervorgeholt werden, können sich auch die Probleme im Alltag auflösen.

 

Bei der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie handelt es sich um eine Art "kleiner Analyse". Die Vorgehensweise ist die gleiche, aber diese Therapieform ist kürzer.

 

Einzel- oder Gruppentherapie

Meistens findet Psychotherapie als Einzeltherapie statt. Bei einigen Therapieeinrichtungen sind auch Gruppenbehandlungen möglich oder werden sogar bevorzugt angewandt. Hier berücksichtigt der Arzt oder Psychologische Psychotherapeut, wie die Erkrankung am besten behandelt werden kann.

erstellt am 05.04.06; zuletzt aktualisiert am 13.04.12

Quelle: TK

 
 
 

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