Masernschutz: Der Osten hat die Nase vorn

Hamburg, 2. August 2012. Kinder in Deutschland sind heutzutage deutlich besser vor Masern geschützt als noch im Jahr 2000. So haben im Schnitt fast 92 von 100 Abc-Schützen die beiden erforderlichen Masernimpfungen erhalten. Im Jahr 2000 waren durchschnittlich nur 19 von 100 Kindern zweimal gegen die hochansteckende Infektionskrankheit geimpft. Knapp neun Prozent sind jedoch weiterhin nur unzureichend gegen die häufig mit Komplikationen einhergehenden Masern geschützt. Darauf weist die Techniker Krankenkasse (TK) mit Bezug auf die Schuleingangsuntersuchungen 2010 hin, die das Robert Koch-Institut ausgewertet hat. Damit hinkt Deutschland weiterhin dem Ziel der Weltgesundheitsorganisation hinterher, nach dem mindestens 95 von 100 Kindern zweimal gegen Masern geimpft sein sollten, um die Krankheit in Europa auszurotten.

 

Regional betrachtet haben Kinder in den neuen Bundesländern besonders häufig den kompletten Masernschutz, und zwar in Mecklenburg-Vorpommern (95,3 Prozent), Thüringen (94,9 Prozent) und Brandenburg (94,5 Prozent). Das Schlusslicht bildet Baden-Württemberg mit einer Impfquote von 87,6 Prozent für die zweite Masernimpfung. Masern sind keine harmlose Kinderkrankheit. In manchen Fällen können lebensbedrohliche Komplikationen wie Lungen- oder Gehirnentzündungen auftreten. 2011 sind in Deutschland rund 1.600 Masernfälle gemeldet worden, 2010 waren es 780 Fälle.

 

Hinweis für die Redaktion

Weitere Informationen rund um das Thema Schulanfang enthält der TK-Medienservice "Jetzt geht's los: Abc-Schützen starten ins Abenteuer Schule", der unter www.presse.tk.de mit Fotos und Infografiken zum kostenlosen Download steht.

 

 

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