Phytopharmaka
Welche Evidenzlage existiert für Phytopharmaka?
Dietrich ES, Zierold F, Tewes H, Bestmann B, Gröbner B, Hoffmann U, Jässing B, Parzefall S, Wagner C
Hintergrund:
In der Bevölkerung erfreuen sich pflanzliche Arzneimittel einer großen Beliebtheit. Sie werden als "natürlicher" und "verträglicher" eingeschätzt als die konventionellen Arzneimittel. Mit Einführung des GKV-Modernisierungsgesetzes im Jahr 2004 sind sie jedoch größtenteils nicht mehr erstattungsfähig, d. h. sie werden durch die Krankenkassen nicht mehr bezahlt. Aus Sicht der Ärzte und Krankenkassen ist die fehlende Transparenz in Bezug auf die Phytopharmaka ein wesentlicher Mangel. Universitäten fordern eine intensivere Forschung.
Die Entscheidung über die Erstattungsfähigkeit wird unter anderem auf Grundlage der evidenzbasierten Medizin getroffen. Evidenzbasierte Medizin ist definiert als "der gewissenhafte, ausdrückliche und vernünftige Gebrauch der gegenwärtig besten externen, wissenschaftlichen Evidenz für Entscheidungen in der medizinischen Versorgung individueller Patienten". Die externe Evidenz ergibt sich aus klinischen Studien. Eine evidenzbasierte Therapie hält sich an geregelte Standards und kombiniert das Wissen aus aktuellen Forschungsergebnissen, der Erfahrung des Arztes und den Präferenzen des Patienten. Die Folge daraus ist eine patientenindividuelle Therapie nach bestem aktuellen Wissen.
Studienfragen:
Welche Evidenzlage existiert für Phytopharmaka?
- Welche Studientypen werden zu Phytopharmaka durchgeführt? Welcher Evidenzklasse gehören die Studien an?
Werden Phytopharmaka in ärztlichen Leitlinien berücksichtigt? Wenn ja, welchen Evidenzgrad weisen diese Leitlinien auf
Abschluss des Projekts: August 2007
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