Frühjahrsputz: Jeder Zweite achtet dabei nicht auf seine Gesundheit
Oldenburg, 26. März 2013. Den Kampf gegen Flecken, Schmutz und Krümel führen die Bundesbürger zunehmend mit der chemischen Keule. Laut einer Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) achtet rund jeder zweite Befragte (49 Prozent) bei der Auswahl seiner Putzmittel eher auf die Wirksamkeit als auf gesundheits- und umweltverträgliche Inhaltsstoffe. Mehr noch: Nach dem Schrubben und Wischen soll es in den Küchen und Badezimmern nicht nur sauber, sondern auch möglichst keimfrei sein. Ebenfalls die Hälfte der Deutschen verwendet öfter Desinfektionsmittel oder antibakterielle Reinigungsmittel.
Nach Angaben der TK ist eine absolut keimfreie Umgebung nicht erstrebenswert. Im Gegenteil: Alle, die die Reinheit übertreiben, schwächen ihr Immunsystem. Denn Keime, die normalerweise im Haushalt vorhanden sind, trainieren die körpereigene Abwehr. Studien zeigen, dass Kinder, die 'keimfrei' aufwachsen, später eher zu Allergien neigen als andere, so die TK.
Scharfe Reiniger und Putzsprays können außerdem die natürliche Hautflora durcheinander bringen, wenn sie direkt auf die Haut gelangen. Zumal laut TK-Umfrage nur jeder Zehnte beim Spülen und Putzen Schutzhandschuhe trägt. Allergische Reaktionen, Ausschläge und Ekzeme können die Folge sein. Noch schlimmer sind ätzende Inhaltsstoffe, die Haut und Atemwege schädigen.
Hinweis an die Reaktion
Das Meinungsforschungsinstitut Forsa hat im Auftrag der TK eine bevölkerungsrepräsentative Befragung zum Thema "Gesund wohnen" durchgeführt. Forsa befragte dazu insgesamt 1.004 deutschsprachige Personen ab dem 18. Lebensjahr.
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