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Baby schreit

Wenn das Baby schreit: Nicht schütteln!

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In Deutschland sterben jedes Jahr schätzungsweise rund 100 Babys, weil ihre Eltern in einem Moment der Ohnmacht und Überforderung die Beherrschung verlieren und sie schütteln.

Um über die Gefahren des Schütteltraumas bei Babys und Kleinkindern aufzuklären, rufen die Techniker Krankenkasse (TK) in Rheinland-Pfalz und das Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie unter dem Slogan "Nicht schütteln! Schütteln ist lebensgefährlich" eine Konzertierte Aktion ins Leben. Die Aktion steht unter der Schirmherrschaft von Ministerin Malu Dreyer.

 

Viele Eltern und Betreuungspersonen wissen gar nicht, wie gefährlich Schütteln für das Kind ist. Beim Schütteln schwingt der Kopf des Babys extrem hin und her, denn er macht einen großen Teil der Körpermasse aus. Gleichzeitig ist die stabilisierende Nackenmuskulatur noch nicht genügend ausgebildet. Dadurch kommt es zu Abrissen von Blutgefäßen und Nervenbahnen und führt zu schweren Verletzungen des empfindlichen Gehirns. Die Folgen davon sind Hirnblutungen, Atemstillstand und nicht selten der Tod. Die Kinder, die daran nicht sterben, leiden an Langzeitschäden wie Entwicklungsstörungen oder körperlichen und geistigen Behinderungen.

 

Es ist wichtig, über die Gefahren aufzuklären, aber auch den Eltern und allen anderen Betreuungspersonen zu vermitteln, dass sie zu jeder Zeit Unterstützung und professionelle Hilfe in Anspruch nehmen können. Deshalb wurde ein Flyer erstellt, der auf die Gefahren des Schüttelns hinweist und über Hilfsangebote informiert. Der Informationsflyer wird künftig landesweit in Beratungsstellen und Praxen sowie in Geburtsvorbereitungskursen und Kliniken erhältlich sein.

 

Sie erhalten Informationen und Hilfsangebote bei den Partnern der Initiative...

 

  • Berufsverband der Frauenärzte Rheinland-Pfalz

  • Hebammen-Landesverband Rheinland-Pfalz e. V.

  • Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte Rheinland-Pfalz

  • Landesverband "Früh- und Risikogeborene Kinder Rheinland-Pfalz" e. V.

  • Katholische Fachhochschule Mainz, Fachbereich Gesundheit und Pflege

  • Kassenärztliche Vereinigung Rheinland-Pfalz

  • Landesärztekammer Rheinland-Pfalz

  • Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Familie und Frauen

  • Ministerium des Innern und für Sport

  • Klinik für Kinder und Jugendmedizin, Universitätsmedizin

  • Institut für Rechtsmedizin, Johannes Gutenberg-Universität

  • Vinzentius-Krankenhaus Landau

  • Westpfalz Klinikum Kaiserslautern

  • Schreiambulanz des Deutschen Kinderschutzbundes e. V. Kaiserslautern-Kusel

  • Schreiambulanz Ingelheim

  • Sozialpädiatrische Zentren

  • Evangelische Psychologische Beratungsstelle Mainz

  • pro familia Mainz

  • Land Frauen Verband Rheinhessen e. V.

  • Caritasverband Mainz e. V., Erziehungsberatung und Schwangerenberatung für Mainz und Mainz-Bingen

  • Diakonissen Speyer-Mannheim

Autor: TK-Landesvertretung Rheinland-Pfalz, erstellt am 09.06.10; zuletzt aktualisiert am 08.11.11

 
 
 

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