Notbremse des Kindes
Auch wenn die Ursache von Frühgeburten nicht immer klar ist, kann eine frühzeitige Wehentätigkeit auch eine Notbremse des Kindes aufgrund einer bestehenden Unterversorgung bedeuten. In einem solchen Notfall wäre die Hemmung der Wehen falsch.
"Mittels Wehenaufzeichnung, Ultraschall und Dopplerflussmessung sehen wir, wie es dem Kind geht", sagt Joachim Dudenhausen, Direktor der Klinik für Geburtsmedizin der Charité, Universitätsklinikum der Humboldt Universität zu Berlin.
Kommt eine Schwangere mit vorzeitigen Wehen in die Klinik und reagiert die Herzfrequenz des Kindes nicht auf die Wehen, ist die Sauerstoffversorgung ausreichend. Treten jedoch erste Signale einer Mangelversorgung auf, muss das Kind so schnell wie möglich entbunden werden. Selbst in der 32. Schwangerschaftswoche ist ein Kaiserschnitt dann besser als ein Hinauszögern der Geburt.