Ab dem 30. Lebensjahr verlieren die Bandscheiben allmählich an Elastizität, werden dünner und verletzlicher. Auch durch einen Bandscheibenvorfall verliert die Bandscheibe an Höhe. Dadurch kann die Stabilität im Bewegungssegment abnehmen, was die kleinen Wirbelgelenke (Facettengelenke) belastet und eine vorzeitige Abnutzung begünstigt.
knöcherne Veränderung am WirbelkörperVerschleißschäden an den mit zahlreichen Nervenendigungen bestückten Gelenkkapseln der Wirbelgelenke können zu Beschwerden führen, die als Facettensyndrom bezeichnet werden.
Als Reaktion auf eine Instabilität im Bewegungssegment verspannt sich meist auch die Skelettmuskulatur. Der Schmerz kann bis in die Beine ausstrahlen, das Schmerzempfinden bleibt aber diffus.
An den Wirbelgelenken und auch an den Wirbelkörpern können sich als Folge des natürlichen Abnutzungsprozesses, durch starke Belastung oder als Reaktion auf Bandscheibenschäden und Lockerungen im Bewegungssegment allmählich knöcherne Randzacken oder Knochenspangen bilden. Sie können zu Beschwerden führen, wenn sie die Nerven bedrängen. Sie können im fortgeschrittenen Lebensalter aber auch zu einer Versteifung des Bewegungssegments und zu einem Nachlassen vorhandener Beschwerden führen.
erstellt am 02.08.05; zuletzt aktualisiert von Diplom-Sportwissenschaftler Uwe-Folker Haase am 04.07.11
Quelle: Zentralverband der Physiotherapeuten/Krankengymnasten e.V.