Die hintere Nackenmuskulatur verbindet das Hinterhaupt mit dem Schultergürtel. Sie ist in der Regel sehr kräftig ausgebildet, da sie im Sitzen und Stehen ein Nach-vorne-Fallen des Kopfes verhindert und somit ständig beansprucht wird.
Gewohnheitsmäßig nehmen viele Menschen eine Kopfhaltung mit vorgeschobenem Kinn ein, was die Nackenmuskulatur unter Dauerspannung setzt.
Muskelverspannungen und -verhärtungen im Bereich des Nackens können zu Nacken- und Kopfschmerzen führen.
Dehnung der hinteren Nackenmuskulatur
- Setzen Sie sich auf einen Hocker oder Stuhl. Die Beine sind leicht gespreizt und die Füße stehen etwas mehr als schulterbreit fest auf dem Boden.
Dehnung hintere Nackenmuskulatur im Sitzen
- Strecken Sie die Wirbelsäule, indem Sie den Scheitel des Kopfes nach oben schieben.
- Umfassen Sie Ihren Hinterkopf mit den Händen und schauen Sie nach unten.
- Senken Sie beide Schultern zum Boden, ziehen Sie Ihr Kinn ein und drücken Sie den Hinterkopf leicht nach hinten gegen die Hände. Beugen Sie nun den Kopf unter leichtem Zug der Hände in Längsrichtung der Halswirbelsäule nach vorne.
- Atmen Sie gleichmäßig ein und aus.
- Spüren Sie die Dehnung im oberen Bereich des Nackens.
Hinweis:
- Das Kinn zum Brustbein ziehen, den Nacken lang strecken, die Schultern tief und die Brustwirbelsäule aufrecht halten.
Vorsicht!
Dehnen Sie sehr behutsam und vermeiden Sie ruckartige Bewegungen. Es sollten keine Symptome wie Schwindel oder Kribbelempfindungen auftreten. Wenn das Dehngefühl nicht kurz nach Beendigung der Dehnung abklingt, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Physiotherapeuten!
erstellt am 05.08.05; zuletzt aktualisiert von Diplom-Sportwissenschaftler Uwe-Folker Haase am 17.05.11
Quelle: Zentralverband der Physiotherapeuten/Krankengymnasten e.V.