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Baby mit Mutter

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Vorsorgeuntersuchung für Neugeborene in Sachsen-Anhalt erweitert

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Kinder mit genetisch bedingten Stoffwechselkrankheiten werden jetzt durch Ärzte der Uni nach der Geburt weiter betreut.

Die meisten der in Sachsen-Anhalt geborenen Kinder kommen gesund auf die Welt. Allerdings ist statistisch gesehen jedes tausendste Neugeborene durch eine genetisch bedingte Stoffwechselkrankheit oder Organstörung gefährdet. Wird die Krankheit nicht rechtzeitig erkannt, sind geistige oder körperliche Schäden die Folge. Im schlimmsten Fall sterben die Kinder daran.

 

In Sachsen-Anhalt führt das Stoffwechselzentrum der Universitätskinderklinik in Magdeburg für alle im Land geborenen Säuglinge das Neugeborenenscreening durch. Das Modellprojekt Tracking (Nachverfolgung) zum erweiterten Neugeborenenscreening zwischen TK-Landesvertretung und Universität ist bisher einmalig in Deutschland. Ziel ist es, die Behandlung erkrankter Säuglinge und die Kommunikation zwischen den Ärzten und Eltern effektiver zu gestalten. So ist es nun möglich, Eltern mit erkrankten Kindern auch nach der Geburt weiter zu betreuen. Außerdem werden behandelnde Ärzte in der Therapie durch das Stoffwechselzentrum fachlich unterstützt, um so den Behandlungserfolg noch weiter zu optimieren. 

 

Screening-Untersuchungen finden im Laufe des zweiten oder dritten Lebenstages (36. bis 72. Stunde nach der Geburt) unter bestimmten Umständen zusammen mit der zweiten Vorsorgeuntersuchung (U2) statt. Für das Hormon-und Stoffwechselscreening werden wenige Blutstropfen aus der Vene oder Ferse entnommen. Das Blut wird auf eine dafür vorgesehene Filterpapierkarte getropft und nach dem Trocknen sofort zu einem Screeninglabor geschickt. Dort werden die Proben unverzüglich mit speziellen, sehr empfindlichen Methoden untersucht. Das Ergebnis des Hormon-und Stoffwechselscreenings wird dann innerhalb weniger Tage an den Einsender der Blutprobe mitgeteilt.

Autor: TK-Landesvertretung Sachsen-Anhalt, erstellt am 07.02.11; zuletzt aktualisiert am 04.04.12

 
 
 

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