Selbsthilfe: Finanzspritze ermöglicht Weiterbildung für Berater
Magdeburg, 20. April 2012
Mehr als eine halbe Million Menschen in Deutschland leiden an einer Sehbehinderung - rund 145.000 sind blind. Allein in Sachsen-Anhalt ist von insgesamt 15.000 Betroffenen auszugehen. Nahezu jeder Zehnte davon ist Mitglied im Blinden- und Sehbehinderten-Verband Sachsen-Anhalt e. V. (BSVSA). Um die fachliche Aus- und Weiterbildung der in der Selbsthilfe tätigen Berater sicherzustellen, erhielt der Verband jetzt von der Techniker Krankenkasse (TK) Sachsen-Anhalt eine Förderung in Höhe von fünfhundert Euro. Jens Hennicke, Leiter der TK-Landesvertretung Sachsen-Anhalt: "Die Qualifizierung stellt sicher, dass Betroffene und deren Angehörige fundierte Auskünfte über die Erkrankung selbst, den alltäglichen Umgang damit sowie über Dienste und Einrichtungen erhalten. Daher haben wir diese Förderung für den seit mehr als zwei Jahrzehnten im Bundesland tätigen Verein als Teil unserer Selbsthilfeaktivitäten gern übernommen".
"Die Qualität unserer Beratungsarbeit muss ständig an aktuelle Entwicklungen in der Gesetzgebung und in der Augenmedizin angepasst werden, darum ist diese Unterstützung durch die TK eine wertvolle Hilfe", meint Wolfgang Bahn, Koordinator für die Beratungsangebote des BSVSA.
In den zurückliegenden Jahren hat die TK ihre Selbsthilfe-Aufwendungen konsequent gesteigert. Über verschiedene Förderwege fließen in diesem Jahr allein nach Sachsen-Anhalt rund 58.000 Euro, deren Verteilung auf Selbsthilfegruppen, -verbände und -organisationen bereits abgeschlossen ist. Damit liegt die Fördersumme 2012 mehr als doppelt so hoch wie noch vor fünf Jahren.
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Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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