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Der Dammschnitt

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Der Dammschnitt, medizinisch Episiotomie, dient der Entlastung des kindlichen Kopfes und des mütterlichen Dammbereichs während der Geburt.

Er soll den Geburtskanal erweitern und dadurch eine Überdehnung und ein Zerreißen der tiefen Beckenbodenmuskulatur verhindern.

 

Außerdem kann er helfen die Austreibungsphase zu verkürzen. Dies kann vor allem bei bereits bestehenden Problemen während der Geburt wichtig sein.

 

Der Dammschnitt wird in verschiedenen Ländern mit unterschiedlicher Häufigkeit angewendet: In den Niederlanden bei etwa acht Prozent, in England bei etwa 90 Prozent der Geburten. Für Deutschland liegen keine verlässlichen Daten vor. In vielen Kliniken wurde der Dammschnitt früher routinemäßig durchgeführt. Heute sollte er nur in bestimmten Fällen Anwendung finden.

 

Zahlreiche Studien haben gezeigt, dass der Dammschnitt ein Einreißen des Dammes oft nicht verhindern konnte. Zudem werden bei einem Dammriss die Blutgefäße und Nerven oft weniger verletzt als bei einem Dammschnitt. Die Wundheilung ist beim Dammriss meist sogar besser und weniger schmerzhaft als beim Dammschnitt.

 

Es gibt allerdings einige Situationen, die einen Dammschnitt erforderlich machen:

 

  • Straffe Weichteile des Dammes
  • Drohender Dammriss
  • Frühgeburt
  • Entbindung aus einer Beckenendlage
  • Schlechtes CTG
  • Vaginaloperative Entbindung
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Autor: Datapharm, erstellt am 01.04.05; zuletzt aktualisiert von Dr. med. Julia Hofmann am 10.08.11

Quelle: TK-Ärztezentrum

 
 
 

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