Warum sich überhaupt auf die Geburt vorbereiten? Die Geburt ist schließlich ein natürlicher Vorgang, und schon viele Frauen haben Kinder geboren, ohne jemals einen vorbereitenden Kurs besucht zu haben! Diese Frage mögen Sie sich zu Recht stellen.
Bedenken Sie jedoch, dass viele Frauen nicht die Möglichkeit haben, einen derartigen Kurs zu besuchen oder aber auf andere traditionelle Formen der Geburtsvorbereitung zurückgreifen.
Tatsache ist, dass eine gut vorbereitete und informierte Mutter die Geburt besser verstehen und bewusster, angstfreier, meist auch schmerzfreier erleben kann. In einem Geburtsvorbereitungskurs können die werdenden Mütter und Väter Fragen stellen und miteinander beziehungsweise voneinander lernen.
Für den werdenden Vater ist die Teilnahme an einem derartigen Kurs eine ideale Möglichkeit, sich mit anderen Vätern auszutauschen und von Anfang an mit dabei zu sein. Bedenken Sie auch: Nur ein gut informierter und zuversichtlicher Partner (diese Rolle kann auch eine gute Freundin übernehmen) kann Ihnen im entscheidenden Moment wirklich helfen.
Wann und wo?
Die meisten Frauen beginnen mit den Kursen im sechsten bis siebten Monat. Die Schwangerschaft ist zu diesem Zeitpunkt schon so weit fortgeschritten, dass die Übungen intensiv erlebt werden, es bleibt aber noch genug Zeit, sich in Ruhe vorzubereiten. Erkundigen Sie sich rechtzeitig, welche Kurse in Ihrer Nähe angeboten werden. Viele Kurse sind oftmals sehr früh ausgebucht.
Geburtsvorbereitungskurse werden von Kliniken, Hebammen und Krankengymnastinnen angeboten. Sie können sich unter anderem bei Familienzentren, Familienbildungsstätten, Mütterberatungsstellen, Geburtskliniken und natürlich auch bei Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin nach Adressen in Ihrer Nähe erkundigen.
Kostenübernahme
Die meisten Krankenkassen übernehmen die Kosten für maximal 14 Stunden in einem Vorbereitungskurs bei einer Hebamme. Sie brauchen in diesem Fall keine Verordnung.
Wenn Sie zu einer Krankengymnastin gehen, müssen Sie eine Verordnung von Ihrem Arzt vorlegen. Die Partner müssen die Kosten selbst tragen.
Autor: Datapharm, erstellt am 01.04.05; zuletzt aktualisiert von Dr. med. Julia Hofmann am 10.08.11
Quelle: Datapharm