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Chlamydien sind Bakterien, die verschiedene Erkrankungen verursachen, unter anderem Entzündungen von Augenhorn- und Bindehaut und Harnröhre mit möglichen Komplikationen wie Eileiterentzündung.

Die Harnröhrenentzündung ist die über Geschlechtsverkehr am häufigsten übertragene Krankheit und wird im allgemeinen Sprachgebrauch als Chlamydien-Infektion bezeichnet.

 

Symptome können vermehrter, gelbgrünlicher Ausfluss aus der Scheide und Brennen während des Wasserlassens sein. Es kann zu Entzündungen der Gebärmutterschleimhaut und der Eileiter sowie im Bauchinneren zu Verwachsungen kommen. Eine verstärkte Darmtätigkeit kann sich in ziehenden Beschwerden äußern.

 

Es besteht der Verdacht, dass es bei einer Infektion mit Chlamydien in der Schwangerschaft vermehrt zu vorzeitigen Wehen beziehungsweise vorzeitigem Blasensprung und Frühgeburtlichkeit kommen kann. Nach der Entbindung können häufiger Entzündungen der Gebärmutter auftreten.

 

Chlamydien sind sexuell übertragbar. Mütter mit einer Chlamydieninfektion können ihre Kinder während der Geburt anstecken. Bei infizierten Kindern kann dies zu Augenentzündungen sowie in seltenen Fällen zu einer Lungenentzündung führen. Die Beschwerden machen sich sieben bis 21 Tage nach der Ansteckung bemerkbar.

 

Wird eine Chlamydien-Infektion rechtzeitig behandelt, sind in der Regel keine Folgeschäden zu erwarten. Ist es zu Unterleibsentzündungen mit anschließenden Verwachsungen gekommen, kann dies das befruchtete Ei daran hindern, durch den Eileiter in die Gebärmutter zu wandern.

 

Es ist wichtig, beide Partner auf eine Chlamydien-Infektion zu untersuchen und zu behandeln. Die Behandlung mit einem Antibiotikum (Tetrazyklin) erstreckt sich im Normalfall über einen Zeitraum von zwei Wochen. Bei Schwangeren muss auf ein anderes Antibiotikum, zum Beispiel Erythromycin, zurückgegriffen werden.

erstellt am 21.04.06; zuletzt aktualisiert von Dr. med. Julia Hofmann am 09.08.11

 
 
 

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