Freeclimbing ist eine Kraftsportart, bei der vor allem die Finger-, Unterarm- und Unterschenkelmuskulatur trainiert wird. Da im untrainierten Zustand nur ungefähr 50 Prozent der möglichen individuellen Kraft entwickelt wird, trägt diese Sportart aber auch dazu bei, die Muskelkraft, die erforderlich ist, um den Haltungs- und Bewegungsapparat funktionsfähig zu halten, zu fördern.
Will man Freeclimbing intensiver betreiben, sollte man sich einer Höhentauglichkeits- und sportmedizinischen Untersuchung unterziehen. Wichtige Voraussetzungen für das Freeclimbing sind eine hervorragende Fitness und Koordinationsfähigkeit.
Vor- und Nachteile
Spaßfaktor:
Individual- und Teamsport, Outdoor ein schönes Naturerlebnis, Indoor schnell erlernbar.
Fettabbau:
Die statische Haltearbeit und Kraftleistungen überwiegen, keine aerobe Dauerbelastung.
Herz-Kreislauf-System:
Geringe Anpassung.
Rückenfreundlichkeit/Schonung der Gelenke:
Langandauernde Haltepositionen können zu schneller Ermüdung führen, was eine direkte Belastung der Wirbelsäule bewirkt. Auch die Bänder der Sprung-, Knie- und Handgelenke werden belastet.
Ausdauer:
Geringe Trainingswirkung, da Dauerbelastungen beim Klettern vorwiegend Kraft und Kraftausdauer erfordern.
Koordination:
Trainiert werden neben Kraft und Kraftausdauer vor allem Gleichgewicht, Koordination und Konzentration.
Kraft:
Vorrangig beanspruchte Muskulatur: Handmuskulatur zum Greifen, Oberarm- und Schultermuskulatur zum Armbeugen und Ziehen, Bauch- und Hüftbeugemuskulatur, Beinmuskulatur zum Strecken der Knie, Muskulatur der Füße.
Kontraindikation:
Rheumatische und arthritische Erkrankungen, Rücken- und Hüftbeschwerden. Kein Sport bei akuten Erkrankungen wie beispielsweise Erkältung, Fieber.
Ausrüstung:
Schuhe, Seile, Anseilgurte, Schlingenmaterial.
Verletzungsrisiko:
An den Trainingskletterwänden wird mit einem Sicherungsseil gearbeitet, so dass es dort zu keinen schweren Verletzungen kommen kann. Lebensgefährlich wird diese Sportart ohne Sicherung. Verletzungen wie Abschürfungen oder Verstauchungen sind immer möglich. Zudem kann es zu Überlastungsbeschwerden der Finger-, Unterarm-, und Unterschenkelmuskulatur kommen.
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Autor: Sportwissenschaftler Peter Teschke, erstellt am 07.11.05; zuletzt aktualisiert von Diplom-Sportwissenschaftler Uwe-Folker Haase am 22.01.09

