Eine der wichtigsten Regeln ist: Nehmen Sie sich Zeit für Ihre Kinder, Zeit für Gespräche und gemeinsame Aktivitäten mit der Familie.
Ihre Kinder sollten wissen, dass sie jederzeit mit ihren Problemen zu Ihnen kommen können. Dann werden Sie auch noch dann mit ihnen im Gespräch sein, wenn Ihre Kinder in die Pubertät kommen.
Nehmen Sie Ihr Kind mit seinen Problemen ernst und unterstützen Sie es bei deren Bewältigung. Nehmen Sie auch Ihre eigenen Probleme als Eltern oder Pädagogen ernst. Regen Sie Ihre Kinder dazu an, offen über ihre Probleme zu sprechen. So helfen Sie ihnen, den Druck loszuwerden, und können gemeinsam nach Lösungen suchen. Dabei leistet die Methode zur systematischen Problemlösung gute Dienst.
Gelegenheiten für Gespräche schaffen
Bei jüngeren Kindern ergeben sich Gelegenheiten für Gespräche meist von selbst. Zum Beispiel nach der Schule, vor dem Schlafengehen oder beim gemeinsamen Spielen.
Manchmal ist es sinnvoll, ganz gezielt eine Gelegenheit zum ruhigen Gespräch zu schaffen. Besonders bei älteren Kindern und Jugendlichen, die schon selbstständig und viel unterwegs sind.
Ruhige Momente für intensive Gespräche können Sie zum Beispiel finden, wenn Sie mit Ihrem Kind verreisen, einen langen Spaziergang oder einen gemeinsamen Ausflug machen oder zusammen in ein Café gehen. Oder einfach beim Kekse backen, gemeinsamen Kochen oder Angeln.
Familienkonferenzen
Feste Gesprächszeiten für Familienthemen helfen, Konflikte gar nicht erst entstehen zu lassen. In solchen Familienkonferenzen können Sie Regeln einführen, die das Gespräch konstruktiv machen. Zum Beispiel: Zuhören, einander ausreden lassen, lieber von den eigenen Gefühlen sprechen als den anderen anschuldigen.
Konflikte lösen
Konflikte in der Familie entstehen oft, wenn nicht klar ist, für welche Aufgaben in der Familie Vater, Mutter und Kinder eigentlich zuständig sind. Handeln Sie die Aufgabenverteilung so aus, dass alle ihren Teil dazu beitragen können, auch die Kleinen.
Autor: Dipl.-Psychologin Anne Frobeen, erstellt am 10.11.08; zuletzt aktualisiert am 15.03.12
Quelle: Knittel, S., "Kinder und Stress", TK-Broschüre 2008, Wagner-Link, A., "Der Stress", TK-Broschüre 2008