Untermenü

Stress

 
 
 
Sie befinden sich hier:

tk.de . > Medizin & Gesundheit . > Stress . > Entspannen im Alltag . > Erholsames Schlafen

Inhaltsbereich

Mann und Frau im Bett

Erholsames Schlafen

Artikel vorlesen
 

Wer 90 Jahre alt wird, verschläft rund 30 Jahre seines Lebens. Und das ist auch gut so, denn viele körperliche Prozesse laufen nur im Schlaf ab. So hat der Körper zum Beispiel nachts eine stärkere Immunabwehr.

Warum müssen wir überhaupt schlafen? Niemand kann diese Frage eindeutig beantworten. Vielleicht hat die Natur dies im Laufe der Evolution so eingerichtet, um dunkle inaktive Nachtzeiten zu überbrücken. Davon gehen jedenfalls einige Wissenschaftstheorien aus.

 

"Klar ist, dass der Schlaf, so wie wir ihn subjektiv erleben, der Erholung dient", sagt Schlafforscher Prof. Dr. Dieter Riemann. Möglicherweise hängt dies vor allen Dingen mit der Menge des Tiefschlafs in der Nacht zusammen, die ein Organismus bekommt. Der Diplom-Psychologe leitet die Sektion "Klinische Psychologie und Psychophysiologie/Schlafmedizin" in der Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie der Universitätsklinik Freiburg. Dort wird seit Jahren ein klinisch-wissenschaftliches schlafmedizinisches Zentrum betrieben. Im Rahmen der Aufgaben werden wissenschaftliche Untersuchungen, vor allen Dingen zu Veränderungen des Schlafes bei psychischen Erkrankungen, durchgeführt. Zudem gibt es eine Schlafambulanz für Patienten mit Schlafstörungen. In diesem Labor werden Ursachen für diese Störungen geklärt, um dann eine adäquate Therapie einzuleiten.

 

Das Immunsystem schlafend auftanken

Stoffwechsel und Kreislauf verhalten sich im Schlaf anders als im Wachzustand. Das ist wichtig für die Gesundheit, denn der Körper verfügt im Schlaf über eine stärkere Abwehr gegen virale und bakterielle Infektionen. Umgekehrt: Wird die Tiefschlafphase unterdrückt, kann dies das Immunsystem in seiner Funktionsfähigkeit erheblich beeinträchtigen. "Befunde aus der experimentellen Forschung zeigen, dass gerade in der Tiefschlaf-Phase wichtige Prozesse ablaufen, die das Immunsystem regulieren", so Prof. Dr. Riemann.

Autor: Uwe-Folker Haase, erstellt am 13.05.08; zuletzt aktualisiert am 15.02.11

Quelle: TK

 
 
 

Impressum und Hilfe