Ob als Fischernetz oder als Grundstoff für die Kleidung, Cannabispflanzen sind vielseitig verwendbar.
Als Droge galt das „Kraut“ jedoch lange Zeit als Rauschmittel für die Armen. Wer reich genug war, rauchte lieber Tabak. Davon ist heute nicht mehr die Rede. Denn Cannabis ist mittlerweile die in Deutschland am häufigsten konsumierte und gehandelte illegale Droge. Sowohl die getrockneten und zerkleinerten Pflanzenteile (Marihuana) als auch das aus den Blüten gewonnene Harz (Haschisch) der Pflanze Cannabis sativa enthalten mehr als 60 verschiedene psychoaktive Inhaltsstoffe. Der Hauptwirkstoff ist das Tetrahydrocannabinol (THC). Die Wirkungsweise der auf dem Markt erhältlichen Präparate kann deshalb unterschiedlich sein und ist abhängig von:
- der Konsumform (geraucht, gegessen oder getrunken)
- dem Konsumgerät (Joint, Pfeife)
- der Dosis beziehungsweise dem THC-Gehalt
- der Umgebung
- dem Konsumenten und dessen Erwartungen
Konsumenten berichten meist beruhigende, entspannende und stimmungshebende Effekte. Manche Menschen erleben jedoch stattdessen Angst- und Panikzustände bis hin zu psychosenahen Zuständen mit Verfolgungsideen.
erstellt am 06.03.03; zuletzt aktualisiert von Britta Verlinden am 29.08.11
Quelle: Bundeskriminalamt (Hrsg.): Rauschgift Jahreskurzlage 2007; Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V. (Hrsg.): Cannabis - Basisinformationen. Aufl. 1.40.09.04.