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Der Oberbegriff der Halluzinogene umfasst eine Vielzahl chemisch sehr unterschiedlicher Stoffe.

Nicht immer verursacht ihr Konsum „Halluzinationen“ im eigentlichen Sinne. In niedriger Dosierung führen die Substanzen dieser Rauschmittelgruppe vor allem zu Wahrnehmungsstörungen und Veränderungen des Denkens, der Stimmung oder des Bewusstseins.

 

Halluzinogene können tiefgreifende psychische Veränderungen hervorrufen. Nicht jeder Konsument spricht auf jede Droge gleich gut oder schlecht an. Das Erleben kann also sehr unterschiedlich ausfallen. Meist ist die Wahrnehmung von Zeit und Raum deutlich verändert, der Konsument erlebt die Umwelt und die eigene Person auf eine traumartige Weise. Viele Nutzer berichten zudem, dass Umgebung und in ihr enthaltene Objekte plötzlich in Bewegung geraten oder miteinander verschmelzen, obwohl dies in der Realität natürlich nicht der Fall ist.

 

Zu den Halluzinogenen gehören einerseits die klassischen halluzinogenen Substanzen wie LSD und die Wirkstoffe Psilocybin und Psilocin, die in psychoaktiven Pilzen enthalten sind. Ein weiterer Vertreter dieser Gruppe ist das aus Kakteen gewonnene Meskalin. Andererseits zählen aber auch einige Nachtschattengewächse und im Labor hergestellte Substanzen wie Ketamin zu den Halluzinogenen.

erstellt am 06.03.03; zuletzt aktualisiert von Britta Verlinden am 24.08.11

Quelle: Europäische Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (Hrsg.): Jahresbericht 2007; Europäische Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (Hrsg.): Drug Profiles, www.emcdda.europa.eu/publications/drug-profiles/de; Leitlinien der Dt. Ges. f. Suchtforschung und Suchttherapie und der Dt. Ges. f. Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde: Psychische und Verhaltensstörungen durch Kokain, Amphetamine, Ecstasy und Halluzinogene, 2004.

 
 
 

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