Negative seelische und körperliche Auswirkungen verursacht auch der Konsum dieser Szenedrogen.
Kokain und Crack
Kokain ist ein Extrakt aus den Blättern des Kokastrauches. Durch weitere Verarbeitung entsteht dann aus dem pulverförmigen Kokainsalz eine freie Base, in der Szene auch „Crack“ genannt. Während Kokain meist geschnupft wird, ist Crack die rauchbare Form der Droge. Die Wirkung setzt beim Rauchen sehr viel schneller und intensiver ein, hält dafür aber wesentlich kürzer an.
Kokain wirkt euphorisierend und appetithemmend und steigert Herzschlag und Blutdruck. Eine psychologische Abhängigkeit entsteht meist sehr schnell, insbesondere bei Crack-Rauchern.
Ecstasy, Amphetamin und Methamphetamin
Der Begriff Ecstasy ist eigentlich ein Sammelbegriff für verschiedene Substanzen. Beispielsubstanz für diese Substanzgruppe ist die synthetische Droge Methylendioxymethylamphetamin – kurz MDMA. Die Substanz stimmt vor allem euphorisch und erhöht die Sinnesempfindlichkeit, hat jedoch auch eine geringfügige halluzinogene Wirkung. Etwa 20 bis 60 Minuten nach der Einnahme stellen sich ein inneres Glücksgefühl und eine friedliche Selbstakzeptanz ein. Der Konsument empfindet, bei positiver Grundstimmung, ein Gefühl großer Nähe zu seinen Mitmenschen. Wenn die Effekte nach etwa fünf Stunden wieder abklingen, verspürt er häufig eine körperliche Erschöpfung, die mit Schlaf- und Konzentrationsstörungen sowie Depressionen und Angstzuständen einhergehen kann. Dies gilt besonders für den Konsum hoher Dosen oder die langfristige Einnahme.
Amphetamin - Szenename „Speed“ - stimuliert das zentrale Nervensystem. Das heißt, seine Einnahme führt zu Euphorie, Rededrang und einem gesteigerten Selbstvertrauen. Es steigert Blutdruck und Herzschlag, erhöht Konzentration und Leistungsfähigkeit und unterdrückt gleichzeitig Appetit und Müdigkeit. Nach der Einnahme setzt die Wirkung meist binnen 30 Minuten ein und hält mehrere Stunden lang an. Später kann sich der Konsument - wie nach Ecstasy - reizbar, unruhig, ängstlich, deprimiert oder lethargisch fühlen. Bei chronischem Gebrauch drohen erhebliche körperliche und seelische Folgeschäden wie Nierenschäden oder Amphetamin-Psychose.
Amphetamin ist ein Abbauprodukt von Methamphetamin. Dieses ist eigentlich „stärker“ als Amphetamin, erzeugt aber prinzipiell ähnliche Effekte. Zudem lässt sich Methamphetamin im Gegensatz zu Amphetamin auch rauchen.
erstellt am 06.03.03; zuletzt aktualisiert von Britta Verlinden am 24.08.11
Quelle: Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V. (Hrsg.): Die Sucht und ihre Stoffe - Amphetamine, Aufl. 6.100.11.08; Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V. (Hrsg.): Die Sucht und ihre Stoffe - Kokain, Aufl. 7.100.11.08; Europäische Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (Hrsg.): Drug-Profiles, http://www.emcdda.europa.eu/publications/drug-profiles/de