Eltern sind Vorbilder. Kinder beobachten das Verhalten ihrer Eltern sehr genau. Wenn sie sehen, dass ihre Eltern jeden Abend Bier oder Wein trinken, lernen sie, dieses Suchtmittel als etwas Selbstverständliches anzusehen. Der beste Schutz vor Sucht ist daher das gute Vorbild der Eltern.
Alkohol und Drogen sollten Eltern gegenüber ihren Kindern aber auch nicht verteufeln, denn das macht die Suchtmittel nur unnötig interessant. Außerdem sind Drogen mittlerweile unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen so weit verbreitet, dass viele bereits Erfahrung mit Drogen haben oder zumindest jemanden mit Drogenerfahrung kennen. Wer ein unrealistisches Horrorszenario zu Drogen entwirft, macht sich als Mutter oder Vater schnell unglaubwürdig.
Das Gespräch suchen
Ein sachliches, entspanntes Gespräch über Drogen und Sucht sollte zwischen Eltern und Kindern immer möglich sein. Ohnehin ist eine gute Beziehung zwischen Eltern und Kindern der beste Schutz gegen Sucht. Wer sich Zeit für sein Kind nimmt und ein offenes Ohr für dessen Sorgen hat, wird im Zweifel auch als Ratgeber geschätzt, wenn Probleme auftauchen - zum Beispiel mit Drogen.
Autor: Dr. med. Marina Hille, erstellt am 02.06.08; zuletzt aktualisiert von Dr. med. Anne-Kristin Schulze am 07.10.11
Quelle: NACOA Deutschland - Interessenvertretung für Kinder aus Suchtfamilien e.V. www.nacoa.de/index.php/home; AFD-Extra. Die Zeitung des Ambulanten Familiendienstes 2005; www.kinderdorf.cc/kms/media/uploads/extra105.pdf); Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V.: Alkohol, Medikamente, Tabak, illegale Drogen? Ein Angebot an alle, die einem nahe stehenden Menschen helfen möchten.