Je nach ihrer Wirkung und dem Suchtpotenzial kann man Drogen in harte und weiche Drogen einteilen.
Alkohol
"Harte" Alkoholika, zum Beispiel Whiskey oder Schnaps, unterscheiden sich von Bier und Wein schlicht dadurch, dass sie mehr Wirkstoff enthalten. Sie machen somit schneller und heftiger betrunken als Bier oder Wein.
Stimulierende Drogen
Stimulierende Drogen, auch Stimulanzien genannt, vertreiben die Müdigkeit, beschleunigen den Puls, erhöhen den Blutdruck und verbessern die Stimmung.
Nach "Härtegrad" sortiert, zählen dazu unter anderem:
Koffein
Amphetamine
Kokain
und Crack, eine spezielle Verarbeitungsform des Kokains.
Der Unterschied zwischen „harten“ und „weichen“ Substanzen ist einfach zu erklären: Während Kaffee seine Wirkung langsam und kaum merklich entfaltet, überflutet Crack das Gehirn. Die plötzlich eintretende Rauschwirkung, in der Szene "Kick" genannt, ist sehr stark. Obwohl diese nur wenige Minuten anhält, erzeugt sie bei den meisten Konsumenten umgehend ein ausgeprägtes Verlangen nach Wiederholung. Die von Crack ausgehende Suchtgefahr übertrifft deshalb sogar die von Heroin oder Nikotin.
Je schneller die Wirkung, desto wahrscheinlicher die Sucht
Grundsätzlich gilt: Je schneller eine Wirkung nach Einnahme eintritt, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit der Entwicklung einer Sucht. Alkohol braucht - im Vergleich zu Crack oder zu Heroin - mehr Zeit, bis er eine Wirkung erzeugt. Verglichen mit einem durch Heroin ausgelösten Rausch ist ein Alkoholrausch zudem weitaus weniger intensiv. Darum findet man bei Alkohol viele Genusstrinker ohne Zeichen einer Sucht, während der überwiegende Teil der Heroinkonsumenten schwerabhängig ist.
erstellt am 06.03.03; zuletzt aktualisiert von Dr. med. Anne-Kristin Schulze am 24.08.11
Quelle: Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V. (DHS): Die Sucht und ihre Stoffe – 3 Kokain (Broschüre, heruntergeladen aus dem Internet am 10.02.2009); Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V. (DHS): Alkohol, Medikamente, Tabak, illegale Drogen, süchtiges Verhalten? Ein Angebot an alle, die einem nahe stehenden Menschen helfen möchten. (Broschüre, heruntergeladen aus dem Internet am 10.02.2009)