Eine flexible Einteilung der Arbeitszeit ist für Unternehmen ein wichtiger Wettbewerbsfaktor. Immer mehr Firmen setzen daher auf Arbeitszeitkonten. Wir sagen Ihnen, worauf Sie dabei achten müssen.
Die Grundidee hinter den Arbeitszeitkonten ist denkbar einfach: In Zeiten mit einem hohen Arbeitsaufkommen können die Arbeitnehmer mehr arbeiten und diese Mehrarbeit auf einem Konto sammeln. Bei einem geringeren Arbeitsaufkommen im Betrieb können die Arbeitsnehmer dieses Guthaben wieder aufbrauchen und ihre Arbeitszeit reduzieren.
Damit können etwa saisonal schwankende Nachfragesituationen abgefedert und unproduktive Leerzeiten vermieden werden. Arbeitszeitkonten können zudem die Personalkosten senken, da keine Vergütung der Überstunden anfällt. Mit Arbeitszeitkonten können Betriebe auch über die tariflich vereinbarte Arbeitszeit hinausgehen oder aber diese reduzieren. Dabei erhält der Arbeitnehmer für seine Mehrarbeit keinen Lohn, sondern ein Guthaben oder eben Abzug auf seinem Arbeitszeitkonto.
Immer mehr Unternehmen nutzen Zeitarbeitskonten
Ermöglicht wurde der Einsatz der flexiblen Arbeitszeit durch eine gesetzliche Änderung Ende der 90er-Jahre. Nachdem zuerst wenige Großunternehmen auf das so genannte Flexi-Gesetz zurückgriffen, entscheiden sich inzwischen immer mehr Konzerne und auch verstärkt mittelständische Unternehmen für Arbeitszeitkonten-Modelle.
Experten erwarten, dass mit Blick auf die anstehende Erhöhung des Renteneintrittsalters auf 67 Jahre auch das Thema Arbeitszeitkonto wieder stärker in den Fokus von Unternehmen und Arbeitnehmern rückt. Denn abhängig von der Ausgestaltung kann ein langfristiges Arbeitszeitkonto auch ein Ausscheiden aus dem Berufsleben vor der Regelaltersgrenze ermöglichen.
- Seite 1: Arbeitszeitkonten sorgen für mehr Flexibilität
- Seite 2: Gestaltungsmöglichkeiten
- Seite 3: Grundsätzliche Empfehlungen zu Arbeitszeitkonten
- Seite 4: Gesetzliche Neuregelungen seit 2009
- Seite 5: Komplexe Steuer- und Sozialversicherungsfragen
Autor: Luca Nelson, erstellt am 19.01.10

