Viele Jugendliche haben Schwierigkeiten, den passenden Ausbildungsplatz zu finden. Nicht wenige brechen ihre Ausbildung vorzeitig wieder ab. Die Quote für die vorzeitige Lösung des Ausbildungsvertrages liegt branchenübergreifend seit mehreren Jahren bei rund 20 Prozent. Wir sagen Ihnen, wo die Probleme liegen und wie Unternehmen einen Ausbildungsabbruch verhindern können.
Ein großer Teil der Auszubildenden in Deutschland ist mit der Ausbildung unzufrieden. Nach einer Untersuchung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BBIB) geht die Initiative zur Auflösung des Ausbildungsvertrags zu 57 Prozent von den Auszubildenden selbst aus. Bei einem Drittel löst der Betrieb das Ausbildungsverhältnis, in 11 Prozent der Fälle trennt man sich in gegenseitigem Einvernehmen.
Die Gründe der Auszubildenden, ihren Vertrag zu lösen, sind unterschiedlich. Rund 70 Prozent der Befragten nannten die schlechte betriebliche Atmosphäre als ein Grund für den Abbruch. Etwa 60 Prozent begründeten den Abbruch mit Konflikten mit den Ausbildern oder Firmeninhabern.
Für einen Abbruch vonseiten des Unternehmens gibt es mehrere Ursachen: Während der Probezeit ist der häufigste Grund, dass die "Chemie" zwischen den Beteiligten nicht stimmt. Diese Zeit dient ja schließlich dazu, sich kennenzulernen. Oft erkennt das Unternehmen auch, dass der Azubi mit falschen Vorstellungen an die Ausbildung herangegangen ist.
"Wenn eine Ausbildung nach der Probezeit beendet wird, hat es meist disziplinarische Gründe", sagt Bernhard Schodrowski, Pressesprecher der Industrie- und Handelskammer (IHK) Berlin. Beispiele hierfür sind etwa häufiges unentschuldigtes Fehlen im Betrieb oder in der Berufsschule sowie Eigentumsdelikte.
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erstellt am 23.11.10

