Wie beim Einstellungsgespräch ist auch bei Gehaltsverhandlungen die Vorbereitung enorm wichtig. Wer mehr Geld will, sollte das begründen können.
Gut vorbereitet zum Gespräch
Der Gang zum Vorgesetzten mit der Bitte um ein höheres Einkommen kostet viele Arbeitnehmer große Überwindung. Oftmals fürchten sie, mit ihrem Anliegen zurückgewiesen zu werden. Dabei wirken sich Gehaltsverhandlungen in der Regel früher oder später immer positiv aus - wenn sie richtig geführt werden.
Selbst wenn das Anliegen zunächst abschlägig beschieden wird, weiß der Vorgesetzte zumindest, dass das Thema beim Arbeitnehmer oben auf der Agenda steht. Bei späteren Gehaltsgesprächen dürfte sich dieses positiv auf die Verhandlungsposition des Vortragenden auswirken. Der Vorgesetzte wiederum kann sich ein Bild über die Motivation und dessen Selbsteinschätzung machen. Das Gespräch kann er nutzen, um Verbesserungsmöglichkeiten klar anzusprechen.
Vorbereitung ist der Schlüssel zum Erfolg
Das Wichtigste für erfolgreiche Gehaltsverhandlungen ist eine umfassende und gründliche Vorbereitung. Bereits im Vorfeld, also bevor der Gesprächstermin beim zuständigen Vorgesetzten vereinbart wird, sollte der Arbeitnehmer für sich selbst klar definieren, was er erreichen will und vor allem, wie er dieses begründen kann.
Eine einleuchtende und konsistente Begründung ist der Schlüssel für den Erfolg. Denn der Arbeitgeber wird sich vor allem die Frage stellen, warum er dem Arbeitnehmer mehr Geld zahlen sollte. Er sollte hier Argumente erwarten können, die sich auch durch gezeigte Leistungen belegen lassen. Denn generell kann aus seiner Sicht nur gelten: Nur wer Überdurchschnittliches leistet, kann auch höher bezahlt werden.
Wichtig für den Arbeitnehmer: Er sollte nur über die eigene Leistung argumentieren. Vergleich mit Gehältern von Kollegen sind ebenso wenig wie eine lange Firmenzugehörigkeit überzeugende Argumente. Auf solche Argumente ist der Vorgesetzte in der Regel vorbereitet und kann sie deshalb meist leichter entkräften.
- Seite 1: Tipps für erfolgreiche Gehaltsverhandlungen
- Seite 2: Stärken und Schwächen definieren
- Seite 3: Forderungen müssen realistisch sein
Autor: Luca Nelson, erstellt am 17.06.09; zuletzt aktualisiert am 20.06.11

