Qualifikation und eine gute Ausbildung sind die Grundlage für eine berufliche Laufbahn. Wer allerdings bei seiner Karriere oder als Unternehmer vorankommen will, braucht auch ein funktionierendes Netzwerk.
Auch kleine und mittlere Unternehmen profitieren von funktionierenden Netzwerken ihrer Mitarbeiter, nicht nur bei Aufträgen.
Netzwerke sind ein ein essentieller Bestandteil der beruflichen Entwicklung. Das zeigen zahlreiche Studien und Befragungen. "Fast ein Drittel aller Neueinstellungen kam im Jahr 2008 über eigene Mitarbeiter und persönliche Kontakte zustande", heißt es in einer Betriebsbefragung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Die Ergebnisse zeigen, dass Stellen in Unternehmen häufiger über Netzwerke als etwa über die klassischen Zeitungsinserate besetzt werden.
Netzwerke lohnen sich
Eine klare wissenschaftliche Definition dafür, welche Art von Netzwerken für die berufliche Karriere am sinnvollsten ist, gibt es nicht. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass jeder Kontakt - ob beruflich oder privat - im Berufsleben nützlich sein kann.
Generell unterscheidet man zwischen formellen und informellen Netzwerken. Die formellen Netzwerke sind in der Regel institutionalisierte Zusammenschlüsse von Menschen mit mehr oder weniger gleichem Interessensgebieten. Hinter diesen formellen Netzwerken stehen oft Organisationen wie Verbände oder studentische Institutionen. Der Austausch zwischen den Teilnehmern hat in der Regel einen festen organisatorischen Rahmen wie Abendessen oder Vortragsreihen und findet in regelmäßigen Abständen statt.
Einflussreiche Netzwerke in Deutschland
In Deutschland haben sich diverse Berufsgruppen in teilweise sehr einflussreichen Netzwerken organisiert. Dazu gehören etwa:
- der Verein Deutscher Ingenieure,
- der Bundesverband Deutscher Volks- und Betriebswirte oder
- der Hartmannbund für Ärzte.
Diese betreiben neben Lobbyarbeit auch eine aktive Netzwerkpolitik für ihre Mitglieder.
Gerade Jungunternehmern stehen beim Start in die Selbstständigkeit zahlreiche Kontaktmöglichkeiten zu speziellen "Start-up"-Netzwerken zur Verfügung. Sie werden anderem von Industrie- und Handelskammern oder den Handwerksinnungen angeboten. Diese Netzwerke sind allerdings eher regional organisiert. Wer sich bundesweit austauschen will, sollte Kontakt zu bundesweiten Institutionen aufnehmen wie:
- dem Bundesverband Junger Unternehmer
- oder den Wirtschaftsjunioren Deutschland.
Hier können Sie Themen auch branchenübergreifend gemeinsam angehen.
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Autor: Luca Nelson, erstellt am 30.07.09; zuletzt aktualisiert am 27.09.10

