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Zwei Frauen und ein Mann mit Unterlagen

Erfolgsfaktor soziale Kompetenz

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Neben gutem Fachwissen legen Unternehmen zunehmend Wert auf die soziale Kompetenz von Mitarbeitern und Führungskräften. Wie sich die sogenannten Soft Skills feststellen und fördern lassen, lesen Sie hier.

Die soziale Kompetenz von Mitarbeitern und Führungskräften wird immer mehr zu einem Erfolgsfaktor für Unternehmen. Benötigt werden Eigenschaften wie Team- und Konfliktfähigkeit sowie die Bereitschaft zur abteilungsübergreifenden und interkulturellen Zusammenarbeit. Entscheidend ist, Mitarbeiter zu finden, die über solche Soft Skills verfügen, und die Bereitschaft, diese Fähigkeiten im Betrieb zu fördern.

 

Voraussetzungen für soziale Kompetenz

Ob ein Mensch gut mit anderen umgehen kann – also über soziale Kompetenz verfügt – hängt in hohem Maße von seiner Persönlichkeit ab. So bildet zum Beispiel Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen die Grundlage für die Kommunikation mit anderen Menschen. Auch Eigenverantwortung und Selbstdisziplin fördern die Herausbildung von Soft Skills. Aus solchen Bausteinen ergibt sich, wie jeder Mensch im Alltag agiert. Ist er zum Beispiel in der Lage, sich in seine Mitmenschen hineinzuversetzen und Mitgefühl zu empfinden? Bringt er den anderen Respekt, Achtung und Toleranz entgegen? Ist er kritik- und kompromissfähig? Diese Fähigkeiten sind Teil der allgemeinen sozialen Kompetenz.

 

Im Beruf kommen weitere Aspekte wie die Team-, Kommunikations- und Konfliktfähigkeit dazu. Führungskräfte müssen darüber hinaus auch in der Lage sein, eine Vorbildfunktion und die entsprechende Verantwortung zu übernehmen. Sie müssen Mitarbeiter motivieren und steuern können. "Soft Skills sind Grundeigenschaften, die eine Person hat oder nicht. Sie lassen sich in gewissem Maße auch trainieren. Aus einem introvertierten Menschen kann man aber keinen extrovertierten machen", sagt Wolfgang Eckelt, geschäftsführender Gesellschafter der auf Executive Search in der Autobranche spezialisierten Personalberatung Eckelt Consultants.

 

Wachsende Bedeutung der Soft Skills

Die Arbeitsaufgaben in den Unternehmen werden immer komplexer, sodass sie häufig nicht mehr von einzelnen Mitarbeitern im Alleingang erledigt werden können. Dazu trägt der Druck zur länderübergreifenden Zusammenarbeit ebenso bei wie immer kompliziertere Produkte und Dienstleistungen, die das Fachwissen mehrerer Spezialdisziplinen erfordern.

 

Führungskräfte und Mitarbeiter müssen künftig also viel flexibler agieren, teamfähig sein und die Bereitschaft mitbringen, über Abteilungsgrenzen hinaus zu agieren. Ebenso kann es erforderlich sein, dass sich Mitarbeiter auf fremde Kulturen einstellen. "Die Unternehmen haben erkannt, dass nicht bessere Schulnoten oder das größte Fachwissen den Erfolg bringen", so Eckelt. Vielmehr müsse der Mitarbeiter in der Lage sein, sich auf die Bedürfnisse des Arbeitgebers einzustellen. Darüber hinaus werde verlangt, dass er sich in gewissen Kreisen bewegen kann und sympathisch wirkt.

 

Besonders bei der Auswahl von Führungskräften nimmt die Bedeutung von Soft Skills zu. "Die Verbundenheit der Mitarbeiter mit dem Unternehmen hängt wesentlich vom Topmanagement ab. Neben klaren unternehmerisch-strategischen Entscheidungen erwarten sie von ihren Führungskräften mitarbeiterorientiertes Handeln", so Heike Ballhausen, die als Direktorin bei der auf Personalfragen spezialisierten Unternehmensberatung Towers Watson tätig ist.

 

Ob der Vorgesetzte sich dafür einsetzt, dass es den Mitarbeitern gut geht, ist der Expertin zufolge ein ganz wesentliches Kriterium. Einer Studie von Towers Watson zufolge denkt jeder zweite Mitarbeiter über einen Arbeitgeberwechsel nach, wenn das Management seine Aufgaben nicht wie gewünscht wahrnimmt. Eine hohe Fluktuation hingegen ist teuer: Fachkräfte werden zunehmend zur Mangelware. In Stellenanzeigen lässt sich deshalb feststellen, dass Führungsfähigkeiten und damit Soft Skills an Bedeutung gewonnen haben. 

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Autor: Luca Nelson, erstellt am 11.01.11

 
 
 

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