Gewebespende
Immer mehr Menschen tragen einen Organspendeausweis mit sich. Dass neben der Entscheidung für die Organspende auch ein "Ja" für die Gewebetransplantation getroffen werden sollte, wissen jedoch nur wenige. Dabei können Gewebespenden ebenso über Leben und Tod schwer kranker Menschen entscheiden.
Wer bereits einen Organspendeausweis hat, kennt sich aus: Man entscheidet sich zu Lebzeiten für die Transplantation bestimmter Organe. Gewebe (wie beispielsweise Hornhaut, Knochen, Sehnen, Muskeln, Haut und Herzklappen) können ebenfalls transplantiert werden. Stimmt man einer Gewebeentnahme nach dem Tod zu, kann man im Organspendeausweis auch dafür seine Bereitschaft dokumentieren.
Schon heute werden deutlich mehr Gewebe als Organe transplantiert. Vielen Menschen wird so das Leben gerettet, sie können vor Erblindung oder Amputation bewahrt werden! Eine Schlüsselrolle haben dabei die Universitätskliniken. Sie führen große Gewebebanken und transplantieren die meisten Gewebe. Alle medizinischen und ethischen Fragen rund um die Gewebetransplantation werden im Gespräch beantwortet.
Diesmal als Gäste dabei
Professor Dr. Klaus Püschel, Direktor des Instituts für Rechtsmedizin des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf
Professor Dr. Christian Jürgens, Ärztlicher Direktor des Berufsgenossenschaftlichen Krankenhauses Hamburg
Sven Wülfken, Empfänger einer Hornhaut