Jede sechste Schülerin und jeder sechste Schüler ist in der Schule von Mobbing betroffen. Es gibt sogar Schulklassen, in denen 40 Prozent der Schüler Mobbingopfer sind. Mobbing ist also Alltag. Grausamer Alltag. Vielfach unbemerkt werden Mitschüler ausgegrenzt, gekränkt, gequält. Sich dem Lehrer oder den Eltern anzuvertrauen, wagen viele der Betroffenen nicht. Zu groß ist ihre Angst, auch dafür wieder verurteilt und angegriffen zu werden.
Die Aktion "Mobbingfreie Schule - gemeinsam Klasse sein!" wurde schon 2007 von der TK sowie der Beratungsstelle Gewaltprävention im Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung ins Leben gerufen.
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Gestartet wurde das Projekt in Hamburg. Schulen in der Hansestadt erhielten einen "Anti-Mobbing-Koffer", in dem sich praxisnahe, erprobte Anleitungen für eine Projektwoche gegen Mobbing befinden.
Inzwischen konnte das Projekt über Hamburgs Grenzen hinaus Karriere machen. Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Mecklenburg-Vorpommern sowie Sachsen-Anhalt haben die Aktion engagiert aufgegriffen. Zum Schuljahr 2011/2012 wollen weitere Bundesländer mit dem Projekt durchstarten.
Der komplette Videobeitrag dauert rund 30 Minuten. Alternativ können Sie sich den Beitrag in einzelnen etwa zehnminütigen Kapiteln ansehen.
Diesmal als Gäste dabei
Antonie Schwirz, Koordinatorin an der Inselschule Fehmarn, erzählt von ihren Erfahrungen damit, dem Mobbing unter Schülern den Kampf anzusagen.
York Scheller, Diplom-Psychologe bei der TK und mitverantwortlich für das Konzept der "Mobbingfreien Schule", erklärt die Systematik des Programms.
erstellt am 19.02.10; zuletzt aktualisiert am 06.09.11