Eine sehr wichtige gynäkologische Untersuchung ist das Abtasten der Brust. Diese führen die Frau selbst und/oder der Frauenarzt durch. Dadurch lassen sich Brustveränderungen erkennen, denen Brustkrebs oder andere Erkrankungen der Brust zugrunde liegen können.
Die Frau erlernt die Technik der Selbstuntersuchung von ihrem Frauenarzt und sollte sie regelmäßig - möglichst einmal im Monat - anwenden.
Eine spezielle Röntgenuntersuchung der Brust ist die Mammografie
. Frauen zwischen 50 und 69 Jahren haben einen rechtlichen Anspruch auf diese Früherkennungsuntersuchung im Abstand von zwei Jahren.
Eine weitere Möglichkeit ist die Sonografie
, eine Ultraschalluntersuchung
der Brüste. Bei Veränderungen der Brust von Frauen unter 40 Jahren empfehlen Experten zunächst eine derartige Ultraschalluntersuchung. Die Sonografie eignet sich gut zur Beurteilung von Zysten und anderen gutartigen Veränderungen. Bösartige Veränderungen sind jedoch mit der Mammografie meist besser zu erkennen.
Besteht aufgrund der Untersuchungen der Verdacht auf einen Tumor, entnimmt der Arzt in der Regel eine Gewebeprobe. Unter dem Mikroskop kann ein entsprechend spezialisierter Facharzt, der sogenannte Pathologe, dann sehen, ob es sich bei den Zellveränderungen um einen gutartigen oder bösartigen Tumor handelt.
Ein anderes bildgebendes Verfahren ist die Magnetresonanz-Tomografie beziehungsweise MRT der Brust. Sie erfolgt jedoch nur in bestimmten Fällen und gehört nicht zu den Routinemethoden. Bei einem bereits diagnostizierten bösartigen Tumor kann der Arzt mit dieser Methode zum Beispiel erkennen, ob weitere Geschwülste in der Brust vorliegen.
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Autor: Dr. med. Martina Waitz; Ulrich Kraft, erstellt am 14.07.05; zuletzt aktualisiert von Dr. med. Anne-Kristin Schulze am 05.09.11
Quelle: Bennett, B.B.: Breast Disease for Clinicians. McGraw-Hill (2001); Feige et al.: Frauenheilkunde. Urban & Fischer (2. Auflage 2001); Berufsverband der Frauenärzte e.V.; Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V. (2008): Tastuntersuchung. http://www.frauenaerzte-im-netz.de/de_tastuntersuchung_148.html (Stand 22.02.2008); Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums (Januar 2006): Brustkrebs: Früherkennung durch Abtasten und Mammographie
. http://www.krebsinformationsdienst.de/tumorarten/brustkrebs/frueherkennung.php (Stand 22.02.2008); Diedrich, K. et al.: Gynäkologie & Geburtshilfe. 2. Aufl. Heidelberg: Springer, 2007; Deutsche Krebshilfe e.V. (Hrsg.): Brustkrebs – Ein Ratgeber für Betroffene, Angehörige und Interessierte. Bonn, 2007.

