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Noch bessere Vorsorge?

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Immer häufiger werden in Arztpraxen zusätzliche Untersuchungen oder Behandlungen angeboten, die nicht zu den Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen gehören. Auch werden von Ärzten vermehrt besondere Gesundheitsangebote gemacht.

Die Stichworte "für noch mehr Sicherheit" oder "Ihrer Gesundheit zuliebe" sind für viele Patienten Grund genug, sich für weiter gehende Untersuchungen/Behandlungen zu entscheiden, die aber längst nicht immer medizinisch notwendig sind.

 

Was sind IGeL-Leistungen?

Die Leistungen, die besonders gern zusätzlich angeboten werden, sind so genannte "Individuelle Gesundheitsleistungen" - abgekürzt IGeL. IGeL-Leistungen sind nach der Definition der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und der ärztlichen Berufsverbände solche ärztlichen Leistungen, die nicht zum Leistungsumfang der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) gehören. Sie sind medizinisch empfehlenswert oder zumindest medizinisch vertretbar.

 

Die Bundesärztekammer weist ausdrücklich darauf hin, dass der Wunsch nach einer IGeL-Leistung immer vom Versicherten ausgehen muss.

 

Das bestehende Leistungsangebot der GKV deckt jedoch alle medizinisch notwendigen Untersuchungs- und Behandlungsmethoden ab.

 

Es gibt durchaus auch IGeL-Leistungen, über deren diagnostischen und therapeutischen Nutzen Zweifel bestehen oder die mit Risiken verbunden sind.

 

Neben zum Beispiel medizinisch-kosmetischen Leistungen, Sporttauglichkeitsuntersuchungen, reisemedizinischer Beratung oder bestimmten Laboruntersuchungen stehen beispielsweise auch "reine" Vorsorgeuntersuchungen zur Früherkennung des grünen Stars (Glaukom) oder Prostatakrebses (PSA-Screening) auf der Liste der IGeL-Leistungen.

 

Bei den Angeboten Individueller Gesundheitsleistungen ist der persönliche Nutzen für den Einzelnen keineswegs immer klar. Eine systematische Qualitätssicherung gibt es nicht.

 

erstellt am 30.04.08; zuletzt aktualisiert am 03.03.10

Quelle: TK

 
 
 

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