Das Mammografie-Screening ist eine Reihenuntersuchung, bei der die Brust gezielt auf Krebs durchleuchtet wird. Dieses Früherkennungsprogramm wird seit 2005 allen Frauen zwischen 50 und 69 Jahren kostenlos angeboten.
Wo Sie dieses Angebot in Ihrer Nähe finden, erfahren Sie auf der Internetseite der Kooperationsgemeinschaft Mammografie.
Vielleicht sind Sie aber noch keine 50 Jahre alt, und Ihr Gynäkologe oder Ihre Gynäkologin hat Ihnen dennoch eine Mammografie "als Vorsorge" empfohlen? Möglicherweise sind Sie ähnlich wie viele andere Frauen auch - unsicher, ob Sie dieses Angebot zur Früherkennung von Brustkrebs annehmen möchten oder nicht?
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Mit Hilfe der Mammografie sollen Brusttumoren so frühzeitig erkannt werden, dass sie noch gut behandelbar sind, so dass weniger Frauen an Brustkrebs sterben. Das ist die Hoffnung, die hinter der Früherkennung steckt. Doch trifft diese Aussage generell zu und gibt es dafür wissenschaftliche Belege? Hat die Früherkennung auch Nachteile?
Damit Sie wissen, was auf Sie zu kommt und um Ihnen die Entscheidung zu erleichtern, haben wir wissenschaftliche Erkenntnisse und persönliche Erfahrungen und Ansichten für Sie zusammengestellt.
Zudem hält die TK für Sie in allen Geschäftsstellen eine Broschüre mit Informationen zur Mammografie bereit. Alternativ können Sie sich auch diese Broschüre als PDF herunterladen.
Wissenschaftliche Fakten....
Wir haben solche Studien ausgewählt, die nach dem derzeitigen Wissensstand als zuverlässig und aussagekräftig gelten. Allerdings kommen die Studien zum Teil zu unterschiedlichen Ergebnissen. Wissenschaftler sind sich weltweit uneinig, ob und ab welchem Alter radiologische Reihenuntersuchungen der Brust Sinn machen. Damit Sie wissen, auf welche wissenschaftlichen Studien wir uns beziehen, haben wir Literaturangaben eingefügt.
Die zitierten Studien haben an großen Gruppen von Frauen untersucht, ob die radiologische Früherkennung die Brustkrebssterblichkeit senken kann und mit welchen unerwünschten, aber unvermeidlichen Nachteilen dabei zu rechnen ist. Aus den Studiendaten können Sie allerdings nicht direkt ableiten, ob Sie persönlich von der Früherkennungsmammografie profitieren werden oder nicht. Trotzdem helfen Ihnen die Statistiken vielleicht bei Ihrer persönlichen Entscheidungsfindung.
....und persönliche Erfahrungen
Aus vielen Gesprächen wissen wir, dass die Entscheidung für oder gegen eine Mammografie nicht nur von objektiven Informationen, sondern auch von den eigenen, ganz persönlichen Lebensumständen abhängt. Frauen berichten, warum sie sich für oder gegen eine Teilnahme am Brustkrebs-Screening entschieden haben. Einige erzählen von Problemen, mit denen sie sich nach der Mammografie konfrontiert sahen, andere von ihrer Erleichterung, dass bei der Röntgenuntersuchung kein Brustkrebs gefunden wurde.
Netzwerk für Frauengesundheit
Herausgeber dieser Inhalte ist das Nationale Netzwerk Frauen und Gesundheit*. Darin haben sich Fachfrauen, denen die Stärkung der Frauengesundheit ein wichtiges Anliegen ist, zusammengeschlossen. Zu einer guten Gesundheitsversorgung gehört unserer Meinung nach, Frauen in ihren Entscheidungen ernst zu nehmen. Voraussetzung dafür sind fundierte Informationen. Deshalb haben wir diese Inhalte zu den Vor- und Nachteilen des Mammografie-Screenings verfasst. Wir hoffen, dass wir Sie damit bei Ihrer eigenen Meinungsbildung unterstützen können.
*Diese Veröffentlichung unterstützen die folgenden Mitgliedsorganisationen des Nationalen Netzwerkes Frauen und Gesundheit:
AG "Frauen und Gesundheit" in der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Soziologie (DGMS)
AG "Frauen in der psychosozialen Versorgung" der Deutschen Gesellschaft für Verhaltenstherapie(DGVT)
Arbeitskreis Frauengesundheit in Medizin, Psychotherapie und Gesellschaft e.V. (AKF)
Arbeitsbereich Frauen- und Geschlechterperspektiven am Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP), Universität Bremen
Bundesverband der Frauengesundheitszentren in Deutschland e.V.
Deutsche Gesellschaft für psychosomatische Frauenheilkunde und Geburtshilfe e.V. (DGPFG)
Deutscher Ärztinnenbund e.V.
Forum Frauengesundheit Bremen
Netzwerk Frauen/Mädchen und Gesundheit Niedersachsen
Bundesfachverband Essstörungen
Reprokult Frauen Forum Fortpflanzungsmedizin
Bund Deutscher Hebammen
erstellt am 19.03.06; zuletzt aktualisiert am 21.09.11
Quelle: Nationales Netzwerk Frauen und Gesundheit