Untermenü

Untersuchungen

 
 
 
Sie befinden sich hier:

tk.de . > Medizin & Gesundheit . > Untersuchungen . > Untersuchungsmethoden: M . > Mammographie

Inhaltsbereich

Was ist eine Mammografie?

Artikel vorlesen
 

Wörtlich übersetzt bedeutet Mammografie die Darstellung oder Aufzeichnung der Brust. Gemeint ist damit eine spezielle Röntgenuntersuchung der weiblichen oder männlichen Brust.

Findet der Arzt Hinweise auf eine krebsverdächtige Veränderung der Brustdrüse, die auf Krebs hinweisen könnte, ist die Mammografie ein wichtiges Hilfsmittel zur weiteren Abklärung.

 

Außerdem ist die Mammografie zurzeit die einzige allgemein anerkannte Methode zur Erkennung von Brustkrebsvorstufen oder frühen Tumorstadien.

 

Wie wird eine Mammografie durchgeführt? 

Eine Mammografie erfolgt in einer radiologischen Praxis, in der Röntgenabteilung eines Krankenhauses oder seltener auch von einem dafür ausgebildeten Frauenarzt. Das Mammografie-Screening, eine Reihenuntersuchung zur Früherkennung von Brustkrebs, findet hingegen in einem speziellen Screeningzentrum statt.

 

Es ist ratsam, am Tag der Mammografie kein Deodorant zu benutzen. Es enthält kleinste Bestandteile, die auf der Röntgenaufnahme erscheinen und dadurch die Bildbeurteilung erschweren können. Zudem empfiehlt es sich Kleidung zu tragen, die leicht auszuziehen ist, und keinen Schmuck, der die Brust bedeckt.

 

Bei der Mammografie handelt es sich um eine Röntgenuntersuchung, das heißt Röntgenstrahlen bilden das Brustgewebe auf einem speziellen Film ab. Die Brust wird auf einen Röntgenfilmtisch gelegt und mit einer Kompressionsplatte vorsichtig zusammengedrückt.

 

Um eine möglichst gute Aufnahme zu erzielen, muss der Untersucher die Brust so gut wie möglich flachdrücken. Das schmerzt zwar häufig ein wenig, steigert jedoch die Bildqualität und senkt die Strahlenbelastung.

 

Man fertigt von jeder Brust zwei Bilder an, einmal verläuft der Strahlengang von oben nach unten und einmal schräg durch die Brust. Das erhöht die Sicherheit, mit der etwaige Veränderungen in der Brust zu erkennen sind. Das Begutachten der Aufnahmen sollte durch mindestens zwei (erfahrene) Ärzte erfolgen.

 

Mit der Mammografie lassen sich feine Unterschiede in der Dichte und Zusammensetzung des Brustgewebes erkennen. Selbst winzige Verkalkungen, sogenannter Mikrokalk, die häufig erste Hinweise auf Brustkrebs liefern, sind nachzuweisen.

 

Eine spezielle Form der Mammografie ist die sogenannte digitale Mammografie. Die Untersuchung verläuft genauso wie oben beschrieben. Nur werden hierbei die Bilddaten elektronisch gespeichert, mithilfe eines Computers bearbeitet und die Aufnahmen auf einem Monitor betrachtet.

 

Beide Methoden sind mit einer Strahlenbelastung verbunden, die allerdings sehr gering ist.

 

Autor: Dr. med. Susanne Classen; Ulrich Kraft, erstellt am 24.04.05; zuletzt aktualisiert von Dr. med. Anne-Kristin Schulze am 08.09.11

Quelle: Dormeier, A. et al.: Die Positronen-Emissions-Tomografie in der Diagnostik von Mammatumoren. Geburtsh Frauenheik (2000) 60: 59-62; Hoen, J. H.: Qualitätssicherung in der Mammografie. Frauenarzt 42 (2001): 1069-1071; Berufsverband der Frauenärzte e.V.; Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V. (2008): Mammografie. http://www.frauenaerzte-im-netz.de/de_prinzip_528.html (Stand 14.02.2008); Kooperationsgemeinschaft Mammographie Glossar-Symbol in der ambulanten vertragsärztlichen Versorgung GbR (2008): Die Mammographie. http://www.mammographie-screening.org/die_mammographie/die_mammographie.php?PHPSESSID=6fe5fa2e09b574da348cf3780750aeb9 (Stand 14.02.2008).Deutsche Krebsgesellschaft e.V. (Hrsg.) und Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (Hrsg.): Interdisziplinäre S3-Leitlinie für die Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Mammakarzinoms. Germering/München, 2008; Albert, U. et al.: Kurzfassung der aktualisierten Stufe-3-Leitlinie Brustkrebs-Früherkennung in Deutschland 2008. In: Geburtsh Frauenheilk (2008) 68: 251-261.

 
 
 

Impressum und Hilfe